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01.05.2024 Veröffentlichungen

Aktuelle Publikationen des AKiP

Mai 2024

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Ausgewählte Buch- und Testpublikationen

Neue Auflage des Leitfadens zur Diagnostik psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter erschienen. Manfred Döpfner, Anja Görtz-Dorten und Franz Petermann (2024) haben in der vierten Auflage den Leitfaden zur Diagnostik psychischer Störungen aktualisiert und Informationen über die neuesten diagnostischen Instrumente in den Band aufgenommen. Dieser Band ist mittlerweile Standard in der Diagnostik psychischer Störungen in diesem Altersbereich. Döpfner, M., Görtz-Dorten & Petermann, F. (2024). Diagnostik psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter. Leitfaden Kinder- und Jugendpsychotherapie, Band 2 (4. überarb. Aufl.). Göttingen: Hogrefe.

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Handbuch-Kapitel über digital unterstützte soziale Kompetenztrainings für Kinder mit oppositionellen Verhaltensstörungen. Anja Görtz-Dorten, Leonie Hofmann und Manfred Döpfner (2023) geben in einem Kapitel im Handbook of Anger, Aggression, and Violence (herausgegeben von C. Martin et al.) eine Übersicht über digital unterstützte soziale Kompetenztrainings und ihre Wirksamkeit und beschreiben einige Beispiele für solche Programme. Treating oppositional defiant disorders/conduct disorders: digitally facilitated social skills trainings. In C. Martin, V. R. Preedy & V. B. Patel. (Eds.), Handbook of Anger, Aggression, and Violence (Vol. 3, pp. 1925 - 1957). Berlin: Springer. doi: doi.org/10.1007/978-3-030-98711-4_105-1

ADHS in der Lerntherapie - ein verhaltenstherapeutischer Praxis-Leitfaden. Der von Elena von Wirth und Manfred Döpfner (2023) verfasste Leitfaden vermittelt Grundlagenwissen und gibt konkrete Handlungsempfehlungen anhand zahlreicher Arbeitsmaterialien. Er unterstützt Fachkräfte im Umgang mit ADHS und oppositionellen Verhaltensweisen in der Lerntherapie von Kindern. Beispiele und Schritt-für-Schritt-Anleitungen erleichtern die Umsetzung und Übertragung auf die individuelle Problemsituation.

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Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters (Fegert et al., 2024). Dieses unter Federführung von Jörg Fegert (Ulm) und unter Mitarbeit von Manfred Döpfner und anderen Mitherausgebern publizierte „Living Reference Work“, dessen Kapitel zunächst digital veröffentlicht werden, gibt eine aktuelle Übersicht über die wichtigsten Bereiche der Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters. Aktuell sind folgende Kapitel von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von AKiP digital publiziert. (https://link.springer.com/referencework/10.1007/978-3-662-49289-5):

  • Kognitive Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen (Döpfner)
  • Tourette- und Tic-Störungen in Kindheit und Jugend (Döpfner & Roessner)
  • Kategoriale versus dimensionale Klassifikation psychischer Störungen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (Döpfner)
  • Schulvermeidung (Walter & Döpfner)
  • Oppositionelle, aggressive und dissoziale Verhaltensstörungen (Görtz-Dorten et al.)
  • Disruptive Affektregulationsstörungen in Kindheit und Jugend (Döpfner et al.)
  • Psychometrische Beurteilungs-, Fragebogen- und Testverfahren in der Kinder- und Jugendpsychiatrie (Görtz-Dorten & Döpfner)
  • Zwangsstörungen bei Kindern und Jugendlichen (Döpfner & Walitza)
  • Kognitive und sozioemotionale Entwicklung (Döpfner)
  • Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Kindes- und Jugendalter (Döpfner & Banaschewski)

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Ausgewählte Forschungspublikationen

Internationales Konsortium identifiziert generellen Psychopathologie-Faktor im Selbsturteil und im Elternurteil. In einer seiner letzten Publikationen identifiziert der im letzten Jahr verstorbene Tom Achenbach im Rahmen eines internationalen Konsortiums (dem auch M. Döpfner angehört) über verschiedene faktorenanalytische Modelle sowohl im Selbsturteil (anhand des Fragebogens für Jugendliche, YSR) als auch im Elternurteil (anhand des Elternfragebogens über das Verhalten von Kindern und Jugendlichen, CBCL/6-18) generelle Psychopathologie-Faktoren, die hoch miteinander korrelieren. Journal of Clinical Child & Adolescent Psychology (online first). doi: doi.org/10.1080/15374416.2024.2344159

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Sowohl Enuresis als auch komorbide psychische Auffälligkeiten lassen sich im Rahmen einer ambulanten Routinetherapie gut behandeln. Unter Federführung von Daniel Walter untersuchte eine Forschergruppe am Centrum für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie an der Uniklinik Köln (CEKIP) in einer Stichprobe von 220 Kindern und Jugendlichen, die an der Psychotherapieambulanz vorgestellt worden waren und bei denen eine Enuresis diagnostiziert worden war, den Behandlungsverlauf unter Routinetherapie. Die Autoren konnte eine erhebliche Reduktion der Enuresis-Symptomatik und auch der komorbiden Symptomatik im Verlauf der Behandlung nachweisen (Evidence-Based Practice in Child and Adolescent Mental Health (online first). doi: doi.org/10.1080/23794925.2024.2358488)

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Telefonassistierte Selbsthilfe auch für Eltern von Jugendlichen mit ADHS hilfreich. Christina Dose und Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter (2024) konnten im Rahmen einer Pilotstudie bei 66 Eltern von Jugendlichen mit der Diagnose ADHS moderate bis starke Veränderungen im Verlauf einer telefonassistierten Selbsthilfe feststellen, die aus 8 Elternheften (auf der Basis von Kinnen et al (2015) Kinnen, Wackelpeter & Trotzkopf in der Pubertät) und 14 telefonischen Beratungen eines Elternteils bestand. Sowohl ADHS-Symptome als auch oppositionelle und emotionale Auffälligkeiten verminderten sich im Verlauf der Intervention im Urteil der Eltern signifikant und bei der Lebensqualität konnten signifikante Verbesserungen festgestellt werden. (Journal of Child and Family Studies; epub ahead of print;https://doi.org/10.1007/s10826-024-02831-0).

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Gute Akzeptanz und Nutzung von web-basierter Selbsthilfe für Eltern von Kindern mit externalen Verhaltensstörungen. Laura Wähnke und Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter (2024) konnten im Rahmen der Studie zur Wirksamkeit web-assistierter Selbsthilfe (WASH-Studie) bei 276 Studienteilnehmer(innen), die über 12 Wochen ging, hohe objektive (86% haben sich zumindest einmal auf die Webseite eingeloggt) und subjektive Akzeptanzraten belegen. Durchschnittlich wurden in dem Beobachtungszeitraum 5 logins durchgeführt mit einer Gesamtnutzungszeit von durchschnittlich knapp 5 Stunden.  Ein zusätzlicher telefonischer Support der Eltern erhöhte Akzeptanz und Nutzung. (Child and Adolescent Psychiatry and Mental Health 18:40. doi: doi.org/10.1186/s13034-024-00724-0).

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Der Screening-Fragebogen für Affektive Dysregulationen bei Kindern (DADYS-SCREEN) korreliert gut mit umfassenden Verfahren zur Erfassung dieser Symptomatik. Anne-Katrin Treier und Mitarbeiter sowie Mitarbeiterinnen (2024) konnten im Rahmen der multizentrischen ADOPT-Studie zur Wirksamkeit der schrittweisen Behandlung von Kindern mit affektiven Dysregulationen in einer Stichprobe von 1114 weitgehend unauffälligen Kindern und Kindern mit einer affektiven Dysregulation nach Einschätzung der Eltern auf dem DADYS-Screen-Fragebogen zeigen, dass der Screeningfragebogen hoch mit dem Elternurteil auf umfassenderen Instrumenten zur Erfassung von affektiven Dysregulationen sowie auf Fragebogen zur Erfassung komorbider Störungen korreliert. Darüber hinaus wurden negative Korrelationen zur Verwendung von Emotionsregulationsstrategien sowie zu Lebensqualität festgestellt. Insgesamt ließ sich DADYS-Screen als reliables und valides Screening-Instrument bestätigen. (European Child & Adolescent Psychiatry; epub ahead of print, https://doi.org/10.1007/s00787-023-02166-z)

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Die klinische Nützlichkeit von Continuous Performance Tests für die Identifikation von ADHS ist begrenzt. Eine internationale Arbeitsgruppe (Arrondo et al., 2024) fand (unter Mitarbeit von M. Döpfner) in einer Meta-Analyse von 19 Studien zum Zusammenhang von Continuous Performance Test-Ergebnissen (CPT) und klinischen ADHS-Beurteilungen keine ausreichenden Sensitivitäts-/Spezifitätswerte. Dies weist darauf hin, dass CPTs allenfalls im Rahmen eines umfassenden diagnostischen Prozesses eingesetzt werden sollten. Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry 63, 154-171. doi: doi.org/10.1016/j.jaac.2023.03.011

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Ist eine Prävention von ADHS und komorbiden Störungen bei Jugendlichen möglich? Dieser Frage gehen Benedetto Vitiello, Chiara Davico (beide Universität Turin) und Manfred Döpfner (2023) in ihrer Übersichtsarbeit nach. Sie können zeigen, dass es eine gewisse Evidenz dafür vorliegt, dass Interventionen im Kindesalter die Inzidenz und Persistenz von ADHS im Jugendalter und auch das Risiko für Einschränkungen des Funktionsniveaus vermindern kann. Journal of Attention Disorders (online first)doi.org 10.1177/10870547231211596.

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Negatives Erziehungsverhalten mediiert die longitudinale Assoziation zwischen internalen Symptomen von Eltern und oppositionellem Verhalten von Kindern. Marie-Theres Klemp und Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter (2023) analysieren in einer Stichprobe von Eltern von Kindern mit externalen Verhaltensauffälligkeiten, bei denen die Wirksamkeit von web-basierter Selbsthilfe überprüft wurde, inwiefern der Zusammenhang zwischen internaler Probleme der Eltern einerseits und ADHS-Symptomen sowie oppositioneller Symptomatik der Kinder andererseits durch negatives Erziehungsverhalten der Eltern erklärt werden kann. Eine solche Mediation konnten die Autoren für oppositionelle Symptomatik, nicht aber für ADHS-Symptome bestätigen. Child Psychiatry & Human Development (epub ahead of print). doi doi.org/10.1007/s10578-023-01575-0.

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Veränderungen während kognitiver Verhaltenstherapie von Kindern und Jugendlichen mit internalen Störungen in der Routineversorgung bleiben auch 5 Jahre nach Behandlungsende stabil. Daniel Walter und Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter (2023) zeigen anhand der Nachtuntersuchung von 220 ehemaligen Patientinnen und Patienten mit der Diagnose einer depressiven oder Angststörung durchschnittlich 5,3 Jahre nach Behandlungsende, dass sich die Angst- bzw. depressive Symptomatik nach einer deutlichen Reduktion während der Therapiezeit im Verlauf der Katamnesezeit zumindest leicht weiter reduziert und die Lebenszufriedenheit verbessert. Lediglich 3-5% der Patient:innen zeigen nach Selbsteinschätzung psychische Störungen in klinischen Bereich. Behavioural and Cognitive Psychotherapy 51, 320-334.. doi: 10.1017/S1352465823000073

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Meta-Analyse zeigt, dass computerbasierte kognitive Trainings neuropsychologischer Funktionen keine klinisch bedeutsamen Effekte haben. Die European ADHD Guidelines Group (EAGG) belegt unter Federführung von Samuel Westwood (2023) in ihrer Meta-Analyse von 36 randomisiert kontrollierten Studien, dass computerbasierte kognitive Trainings neuropsychologischer Funktionen (inklusive 17 Studien zum Training des Arbeitsgedächtnisses) auf vermutlich verblindete Maße von ADHS oder von Hyperaktivität/Impulsivität keinen signifikanten Effekt und nur einen sehr geringen Effekt auf Unaufmerksamkeit im Alltag haben, wohl aber auf Unaufmerksamkeit, die im Interventionssetting erhoben wurde, was auf einen sehr situationsspezifischen Effekt hinweist. Außerdem ließen sich das Arbeitsgedächtnis und visuelle Funktionen, jedoch keine anderen neuropsychologischen Funktionen oder schulische Leistungen verbessern. Molecular Psychiatry (epub ahead of print). doi: doi.org/10.1038/s41380-023-02000-7

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Ausgewählte digitale Tools

Die JAY-App für Jugendliche ist kostenlos verfügbar. Die von Anja Görtz-Dorten und Manfred Döpfner entwickelte Smartphone-App JAY (Journaling App for Youth) ist eine für Jugendliche von 13 bis 17 Jahren entwickelte App, die therapieunterstützend bei verschiedenen Störungsbildern im Jugendalter eingesetzt werden kann: Bei Störungen des Sozialverhaltens (Aggressives Verhalten, Oppositionelles Verhalten, Begrenzte prosoziale Emotionalität), bei Angststörungen, Depressiven Störungen, Zwangsstörungen und Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörungen. JAY fördert den Transfer von Bewältigungsstrategien, die in der Verhaltenstherapie erarbeitet wurden.

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Erweiterte Auflage von AUTHARK, der App-Unterstützten Therapie-Arbeit für Kinder. Die von Anja Görtz-Dorten und Manfred Döpfner entwickelte Smartphone-App AUTHARK dient der Unterstützung von Kinder-Verhaltenstherapien für den Altersbereich von etwa 6 – 12 Jahren und ist nun für ein breites Spektrum an psychischen Störungen in dieser Altersgruppe erweitert worden. AUTHARK fördert den Transfer von Bewältigungsstrategien, die in der Therapie erarbeitet wurden, und unterstützt den Therapeuten auch in der Diagnostik und der Verlaufskontrolle. 

Weitere Informationen

Erweiterte eTraining-Plattform zur Fort- und Weiterbildung in der Anwendung von Therapieprogrammen und digitalen Anwendungen für Kinder und Jugendliche. Die Plattform eTraining-KJP beschreibt Therapieprogramme, die bei AKiP entwickelt wurden und demonstriert anhand von Therapievideos und digitalen Patientenakten die Anwendung einzelner Bausteine der Therapieprogramme THAV, ScouT und THOP, THICS,  die Umsetzung digitaler Tools und ihre Integration in der Behandlung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien sowie die Durchführung des Interview-Leitfadens ILF. 

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