Forschungsgruppe THOI

Entwicklung und Evaluation therapeutischer Online-Interventionen für Kinder und Jugendliche

Psychotherapeutische Online-Interventionen mit Videounterstützung können möglicherweise Barrieren für die Inanspruchnahme und Umsetzung von Psychotherapie vermindern und bieten auch neue Möglichkeiten der Therapie. Psychotherapien im Direktkontakt kämpfen häufig mit Problemen der Umsetzung von therapeutischen Aufgaben im natürlichen Umfeld, die oft wesentlich sind für eine Generalisierung von Therapieeffekten aus dem therapeutischen Umfeld in das natürliche Umfeld des Patienten. Ziel der Forschungsgruppe ist die Entwicklung und Evaluation verschiedener Formen psychotherapeutischer Online-Interventionen, unter anderem auch von therapeutischen Online-Coachings im natürlichen Umfeld von Patienten mit verschiedenen Störungsbildern, um die Umsetzung von Therapieaufgaben und damit die Generalisierung von Therapieeffekten zu verbessern.

Finanzierung

  • Ausbildungsinstitut für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie an der Uniklinik Köln (AKiP)
  • Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters an der Uniklinik Köln 

Aktuelle Teilprojekte

THONCO-Tics: Therapeutisches Online-Coaching bei Tic-Störungen

Entwicklung und Evaluation eines therapeutischen Online-Coachings im natürlichen Umfeld von Kindern und Jugendlichen mit Tic-Störungen

Forschungsteam
Manfred Döpfner, Paula Viefhaus (koordinierend), Katrin Woitecki

Laufzeit
Voraussichtlich bis 2021

Zielsetzung
Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Evaluation eines therapeutischen Online-Coachings im natürlichen Umfeld von Kindern und Jugendlichen mit Tic-Störungen. Die Patienten sollen von Therapeuten über Webcams angeleitet werden (Online-Coaching), zentrale Interventionskomponenten aus dem Therapieprogramm für Kinder und Jugendliche mit Tic-Störungen (THICS) in ihrem häuslichen Umfeld umzusetzen und einzuüben. Vor allem die Umsetzung von Therapieaufgaben im Rahmen des Selbstwahrnehmungstrainings (awareness training), die Anwendung von Entspannungsverfahren und des Trainings inkompatibler Reaktionen soll damit unterstützt werden. 

Methoden
In der ersten Projektphase sollen die technischen und rechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung eines Online-Coachings geklärt werden. Danach soll die praktische Umsetzung des Online-Coachings zusammen mit Patienten erprobt werden. Schließlich soll anhand von Einzelfallstudien mit etwa 4 Patienten geprüft werden, ob sich durch dieses Online-Coaching in Verbindung mit klassischer face-to-face-Therapie Erfolge erzielen lassen. Die Erfolge können sich über (1) die Umsetzung von Therapieaufgaben durch den Patienten im natürlichen Umfeld, (2) durch eine Verringerung der Zahl von Therapiesitzungen, (3) durch eine Verbesserung der Symptomatik oder des Funktionsniveaus oder (4) durch geringe Abbruchraten und eine Verbesserung der Zufriedenheit mit der Therapie abbilden.

Ergebnisse
Die praktische Umsetzung wurde erfolgreich erprobt. Die Einzelfall-Studien sind abgeschlossen. Bei insgesamt 5 Patienten konnte überwiegend eine deutliche Verminderung der Tic-Symptomatik im Verlauf des Online-Coachings belegt werden. Die Patienten waren überwiegend zufrieden mit dieser Form der Therapie.

THONCO-Zwänge: Therapeutisches Online-Coaching bei Zwangsstörungen

Entwicklung und Evaluation eines therapeutischen Online-Coachings im natürlichen Umfeld von Kindern und Jugendlichen mit Zwangsstörungen

Forschungsteam
Julia Adam (koordinierend), Manfred Döpfner, Hildegard Goletz 

Laufzeit
Voraussichtlich bis 2021

Zielsetzung
Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Evaluation eines therapeutischen Online-Coachings im natürlichen Umfeld von Kindern und Jugendlichen mit Zwangs-Störungen. Die Patienten sollen von Therapeuten über Webcams angeleitet werden (Online-Coaching), zentrale Interventionskomponenten aus dem Modul Zwangsstörungen des Therapieprogramms für Kinder und Jugendliche mit Angst- und Zwangsstörungen (THAZ) in ihrem häuslichen Umfeld umzusetzen und einzuüben. Vor allem die Umsetzung von Therapieaufgaben im Rahmen der Expositionsbehandlung soll damit unterstützt werden.

Methoden
In der ersten Projektphase soll die praktische Umsetzung des Online-Coachings zusammen mit Patienten erprobt werden. Schließlich soll anhand von Einzelfallstudien mit etwa 4 Patienten geprüft werden, ob sich durch dieses Online-Coaching in Verbindung mit klassischer face-to-face-Therapie Erfolge erzielen lassen. Die Erfolge können über (1) die Umsetzung von Therapieaufgaben durch den Patienten im natürlichen Umfeld, (2) durch eine Verringerung der Zahl von Therapiesitzungen, (3) durch eine Verbesserung der Symptomatik oder des Funktionsniveaus oder (4) durch geringe Abbruchraten und eine Verbesserung der Zufriedenheit mit der Therapie abbilden.

Ergebnisse 
Die praktische Umsetzung wurde erfolgreich erprobt. Die Einzelfall-Studien sind abgeschlossen. Bei insgesamt 5 Patienten konnte überwiegend eine erhebliche Verminderung der Zwangs-Symptomatik im Verlauf des Online-Coachings belegt werden. Die Patienten waren überwiegend zufrieden mit dieser Form der Therapie. Eine Patientin brach die Therapie vorzeitig ab.

THONCO-ADHS: Therapeutisches Online-Coaching bei ADHS

Entwicklung und Evaluation eines therapeutischen Online-Coachings im natürlichen Umfeld von Kindern mit ADHS

Forschungsteam
Manfred Döpfner, Julia Adam, Paula Viefhaus

Laufzeit
Voraussichtlich bis 2021

Zielsetzung
Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Evaluation eines therapeutischen Online-Coachings im natürlichen Umfeld von Kindern mit ADHS. Die Patienten und ihre Eltern sollen von Therapeuten über Webcams angeleitet werden (Online-Coaching), zentrale Interventionskomponenten aus dem Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten (THOP) und dem Therapieprogramm zur Steigerung von Organisationsfähigkeit, Konzentration und Impulskontrolle bei Kindern mit ADHS (THOKI) in ihrem häuslichen Umfeld umzusetzen und einzuüben. Im ersten Schritt soll damit vor allem die Umsetzung von Therapieaufgaben zur Verminderung von Problemen bei den Hausaufgaben unterstützt werden.

Methoden
In der ersten Projektphase soll die praktische Umsetzung des Online-Coachings zusammen mit Patienten und ihren Eltern erprobt werden. Schließlich soll anhand von Einzelfallstudien mit etwa 4 Patienten geprüft werden, ob sich durch dieses Online-Coaching in Verbindung mit klassischer face-to-face-Therapie Erfolge erzielen lassen. Die Erfolge können sich über (1) die Umsetzung von Therapieaufgaben durch den Patienten im natürlichen Umfeld, (2) durch eine Verringerung der Zahl von Therapiesitzungen, (3) durch eine Verbesserung der Symptomatik oder des Funktionsniveaus oder (4) durch geringe Abbruchraten und eine Verbesserung der Zufriedenheit mit der Therapie abbilden.

Ergebnisse
Die erste Projektphase ist abgeschlossen. Sowohl ein Coaching der Eltern während der Interaktion mit dem Kind (z.B. beim Frühstück, bei Spielzeit) als auch ein Coaching des Kindes (z.B. bei der Durchführung der Hausaufgaben) hat sich als gut durchführbar erwiesen. Im nächsten Schritt werden Einzelfallanalysen geplant.

THONCO-Leistungsstörungen: Therapeutisches Online-Coaching bei Jugendlichen mit Leistungsstörungen

Entwicklung und Evaluation eines therapeutischen Online-Coachings im natürlichen Umfeld von Jugendlichen mit Leistungsstörungen 

Forschungsteam
Manfred Döpfner, Lavinia Thelen, Daniel Walter 

Laufzeit
Voraussichtlich bis 2021

Zielsetzung 
Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Evaluation eines therapeutischen Online-Coachings im natürlichen Umfeld von Jugendlichen mit Leistungs-Störungen. Die Patienten sollen von Therapeuten über Webcams angeleitet werden (Online-Coaching), zentrale Interventionskomponenten aus dem Modul Leistungsprobleme des Therapieprogramms für Jugendliche mit Selbstwert-, Leistungs- und Beziehungsstörungen (SELBST) in ihrem häuslichen Umfeld umzusetzen und einzuüben. 

Methoden
In der ersten Projektphase soll die praktische Umsetzung des Online-Coachings zusammen mit Patienten erprobt werden. Schließlich soll anhand von Einzelfallstudien mit etwa 4 Patienten geprüft werden, ob durch dieses Online-Coaching in Verbindung mit klassischer face-to-face-Therapie Erfolge erzielen lassen. Die Erfolge können sich über (1) die Umsetzung von Therapieaufgaben durch den Patienten im natürlichen Umfeld, (2) durch eine Verringerung der Zahl von Therapiesitzungen, (3) durch eine Verbesserung der Symptomatik oder des Funktionsniveaus oder (4) durch geringe Abbruchraten und eine Verbesserung der Zufriedenheit mit der Therapie abbilden.

Ergebnisse
Das Projekt befindet sich in der Planungsphase

THOI-Umstellung: Effekte der Umstellung von Direkttherapie auf Ferntherapie

Überprüfung der Effekte der Umstellung von ambulanter Direkttherapie auf videogestützte Ferntherapie

Forschungsteam
Manfred Döpfner, Julia Adam, Lea Meininger

Laufzeit
Voraussichtlich bis 2021

Zielsetzung
Ziel des Projektes ist die Überprüfung der Effekte der Umstellung von ambulanter Präsenztherapie auf videogestützte Ferntherapie im Rahmen der Corona-Pandemie aus der Perspektive der behandelnden Therapeuten, der Eltern und der Patienten selbst.

Methoden
Die Therapeuten aller Patienten der Psychotherapie-Ambulanz, die im ersten Quartal 2020 ambulant in Präsenztherapie behandelt wurden, werden über einen neu entwickelten Fragebogen pro Patient zum Einfluss der Corona-Krise auf die Familie und die Symptomatik des Patienten, die Nutzung von Fernbehandlung mit Videounterstützung, die Zufriedenheit und die Therapiebeziehung befragt.

Ergebnisse
Die Befragung soll bis Ende Juli 2020 abgeschlossen sein

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