Kontakt

Kontakt

19.08.2025 Veröffentlichungen

Aktuelle Publikationen des AKiP

August 2025

©monticellllo - stock.adobe.com

Ausgewählte Buch- und Testpublikationen

Das Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten (THOP) ist in seiner 7. Auflage erschienen. Das von Manfred Döpfner,Stephanie Schürmann und Jan Frölich verfasste Therapiemanual, das mittlerweile als Standard in Behandlung von Kindern mit ADHS gilt, wurde mit aktueller Literatur und Hinweisen zu digitalen Unterstützungen ergänzt in der 7. Auflage publiziert.

Weitere Informationen zur Publikation

Das Modul Familienprobleme aus dem Therapieprogramm für Jugendliche mit Selbstwert-, Leistungs- und Beziehungsstörungen (SELBST) ist erschienen. Der von Christiane Rademacher und Manfred Döpfner (2025) publizierte vierte Band des Therapieprogramms SELBST zur Intervention bei Familienproblemen im Jugendalter fokussiert sich auf die Bewältigung alterstypischer Eltern-Jugendlichen-Konflikte im Kontext einer psychischen Störung in mehreren Phasen. Nach dem Screening der Eingangsbeschwerden und dem Beziehungsaufbau zu Jugendlichen und Eltern erfolgt eine diagnostische Phase, in der Probleme und Kompetenzen der Familienmitglieder erhoben und analysiert werden, Danach werden mögliche Ziele mit den Beteiligten verhandelt, um schließlich spezifische Interventionen zur Reduktion von problemaufrechterhaltenden Faktoren durchzuführen, z.B. von dysfunktionalen Kogniionen, von übergeordneten ungünstigen familiären Strukturen und –prozessen, von dysfunktionale Erziehungsstrategien, von Problemen in der Affektregulation, und bei Kommunikations- und Problemlösefertigkeiten. Rademacher, C., & Döpfner, M. (2025). Familienprobleme. Therapieprogramm für Jugendliche mit Selbstwert-, Leistungs- und Beziehungsstörungen, SELBST, Band 4. Göttingen: Hogrefe.

Weitere Informationen zur Publikation

Ein Meta-Manual zur multimodalen evidenzbasierten Therapie von Adoleszenten mit psychischen Störungen (META) gibt eine Übersicht über eine Vielzahl an therapeutischen Interventionen. Das von Julia Adam (2025) federführend zusammengestellte Meta-Manual beschreibt kognitive, emotional, verhaltensbezogene Interventionen in verschiedenen Lebensbereichen von Jugendlichen (Familie, Peers, Schule), in denen Probleme auftreten. META orientiert sich an den konkreten Problemen der Jugendlichen und an den damit in Verbindung stehenden Schwierigkeiten ihrer Familien sowie des weiteren Umfeldes. META ist ein Meta-Manual, das im Wesentlichen auf vorliegenden deutschsprachigen evidenzbasierten Manualen zur Behandlung psychischer Störungen im Jugendalter basiert. META gibt damit Hinweise auf die Anwendung einzelner Manuale oder einzelner Therapieelemente, die in Manualen beschrieben werden.  Adam et al. (2025). Multimodale evidenzbasierte Therapie von Adoleszenten mit psychischen Störungen (META). Ein Meta-Manual. Centrum für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie an der Uniklinik Köln (CEKIP). Köln. Kölner UniversitätsPublikationsServer doi:https://kups.ub.uni-koeln.de/75002/.

Zur Publikation

Die deutsche Übersetzung der Textrevision des Diagnostischen und Statistischen Manuals Psychischer Störungen (DSM-5-TR®) ist erschienen. Die DSM-5 Textrevision ist als gesamtes Manual und als diagnostische Kriterien von der deutschen Herausgebergruppe publiziert worden. APA et al. (2025). Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen, DSM-5-TR®. Textrevision. Göttingen: Hogrefe

Weitere Informationen zur Publikation

Das Handbuch ADHS ist in seiner dritten Auflage erschienen. Das unter Federführung von Hans-Christoph Steinhausen (Zürich/Berlin) und unter Mitarbeit von Manfred Döpfner und anderen Mitherausgebern publizierte Handbuch ADHS zu Grundlagen, Klinik, Therapie und Verlauf der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung ist nun in deutlich erweiterter und aktualisierter Form erschienen. Das Buch gibt einen umfassenden und aktuellen Überblick über ADHS im Kindes- Jugend- und Erwachsenenalter. Steinhausen, H.-C., Döpfner, M., Holtmann, M., Philipsen, A., & Rothenberger, A. (Eds.). (2024). Handbuch ADHS. Grundlagen, Klinik, Therapie und Verlauf der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (3. Aufl.). Stuttgart: Kohlhammer.

Weitere Informationen zur Publikation

Das Therapieprogramm zur Steigerung von Organisationsfähigkeit, Konzentration und Impulskontrolle bei Kindern mit ADHS (THOKI-ADHS) ist erschienen. Sonja Braun und Manfred Döpfner (2024) haben das primär kindzentrierte Interventionsprogramm über mehrere Jahre hinweg entwickelt und evaluiert. Es gehört zu der Gruppe der organizational skills trainings, die sich in empirischen Studien international als erfolgreich erwiesen haben und die vermutlich bei der Verminderung von ADHS-Symptomen im Alltag durch kindzentrierte Ansätze am erfolgversprechendsten sind. Das Programm zielt darauf ab, in 13 Modulen konkrete Verhaltensprobleme in umschriebenen Alltagssituationen in der Familie und in der Schule (z.B. Morgen- und Abendroutine, Hausaufgaben, Arbeiten im Klassenraum) zu vermindern. Eine erste empirische Studie gibt Hinweise auf die Wirksamkeit des Programms. Braun, S. & Döpfner, M. (2024). Therapieprogramm zur Steigerung von Organisationsfähigkeit, Konzentration und Impulskontrolle bei Kindern mit ADHS (THOKI-ADHS). Göttingen: Hogrefe.

Weitere Informationen zur Publikation

Neue Auflage des Leitfadens zur Diagnostik psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter erschienen. Manfred Döpfner, Anja Görtz-Dorten und Franz Petermann (2024) haben in der vierten Auflage den Leitfaden zur Diagnostik psychischer Störungen aktualisiert und Informationen über die neuesten diagnostischen Instrumente in den Band aufgenommen. Dieser Band ist mittlerweile Standard in der Diagnostik psychischer Störungen in diesem Altersbereich. Döpfner, M., Görtz-Dorten & Petermann, F. (2024). Diagnostik psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter. Leitfaden Kinder- und Jugendpsychotherapie, Band 2 (4. überarb. Aufl.). Göttingen: Hogrefe.

Weitere Informationen zur Publikation

Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters (Fegert et al., 2024). Dieses unter Federführung von Jörg Fegert (Ulm) und unter Mitarbeit von Manfred Döpfner und anderen Mitherausgebern publizierte „Living Reference Work“, dessen Kapitel zunächst digital veröffentlicht wurden, ist nun auch in der Druckversion als zweibändiges Werk erschienen. Das Buch gibt eine aktuelle Übersicht über die wichtigsten Bereiche der Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters. Folgende Kapitel wurden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von AKiP/CEKIP publiziert.

https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-66744-6

  • Kognitive Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen (Döpfner)
  • Tourette- und Tic-Störungen in Kindheit und Jugend (Döpfner & Roessner)
  • Kategoriale versus dimensionale Klassifikation psychischer Störungen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (Döpfner)
  • Schulvermeidung (Walter & Döpfner)
  • Oppositionelle, aggressive und dissoziale Verhaltensstörungen (Görtz-Dorten et al.)
  • Disruptive Affektregulationsstörungen in Kindheit und Jugend (Döpfner et al.)
  • Psychometrische Beurteilungs-, Fragebogen- und Testverfahren in der Kinder- und Jugendpsychiatrie (Görtz-Dorten & Döpfner)
  • Zwangsstörungen bei Kindern und Jugendlichen (Döpfner & Walitza)
  • Kognitive und sozioemotionale Entwicklung (Döpfner)
  • Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Kindes- und Jugendalter (Döpfner & Banaschewski)

Weitere Informationen zur Publikation

Ausgewählte Forschungspublikationen

Die Wirksamkeit einer Digitalen Gesundheitsanwendung (DIGA) für Eltern von Kindern mit ADHS wurde erstmals belegt. In einer randomisierten Kontrollgruppenstudie konnte die Wirksamkeit der DIGA hiToco® unter Federführung von Manfred Döpfner und Anja Görtz-Dorten belegt werden. Die Studie wurde mit 65 Kindern mit der gesicherten Diagnose einer ADHS und keiner aktuellen intensiven verhaltenstherapeutischen oder pharmakologischen Behandlung über 16 Wochen durchgeführt. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe mit treatment as usual konnten signifikante Effekte auf die externale Symptomatik des Kindes und die damit einhergehende Funktionsbeeinträchtigung sowie das elterliche Erziehungsverhalten und die elterliche Belastung nachgewiesen werden. Döpfner, Görtz-Dorten et al. (2025). European Child and Adolescent Psychiatry (epub ahead of print). doi.org10.1007/s00787-025-02799-2

Zur Publikation

Internationales Konsortium identifiziert in einer Meta-Analyse Mediatoren von Elterntrainings für Kinder mit externalen Störungen. Unter Federführtung von Lina Sigurðardóttir hat das European Parenting Program Research Consortium (Mitglied: Manfred Döpfner) eine sogenannte Individual Participant Data Meta-Analyse über 14 europäische randomisierte Kontrollgruppenstudien zur Wirksamkeit von behavioralen Elterntrainings mit insgesamt 3,252 Familien mit Kindern im Alter von 1 bis 13 Jahren durchgeführt, um studienübergreifen Mediatoren von Elterntrainings zu identifizieren. Die Verringerung verbaler Bestrafung und Verbesserung der elterlichen Konsequenz  wurden als stärkste Mediatoren identifiziert. Sigurðardóttir et al. (2025). Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry 64, 564-576. DOI:https://doi.org/10.1016/j.jaac.2023.11.005

Zur Publikation

Ergänzende Skalen zu den Schulalterformen des Achenbach-System erweisen sich überwiegend als reliabel. In den letzten Jahren wurden von mehreren Autoren ergänzende Skalen zu den Fragebogenverfahren im Achenbach System of Empirically Based Assessment (ASEBA) vorgeschlagen. Julia Plück und Mitarbeiter sowie Mitarbeiterinnen (2025) haben die Skalen zur Erfassung von Stressbelastung, Zwangssymptomen, Verlangsamtes kognitives Tempo, positiven Verhaltensmerkmalen, affektiver Dysregulation, Symptomen von Autismus-Spektrum-Störungen und Manie in den Eltern-, Lehrkraft- und Selbsturteilen von Kindern und Jugendlichen aus klinischen und aus Feldstichproben hinsichtlich ihrer Reliabilität und Validität untersucht. Die meisten der ergänzenden Skalen zeigten zumindest zufriedenstellende interne Konsistenzen und Hinweise auf konvergente und divergente Validität. Plück et al., (2025). Scandinavian Journal of Child and Adolescent Psychiatry and Psychology, 13, 30-43. doi: 10.2478/sjcapp-2025-0004.

Zur Publikation

Internationales Konsortium untersucht in einer Meta-Analyse die Wirksamkeit von Neurofeedback bei ADHS. Unter Federführung von Samuel Westwood untersuchte die European Guidelines Group (der auch M. Döpfner angehört) in einer Meta-Analyse von 38 randomisierten Kontrollgruppenstudien die Wirksamkeit von Neurofeedback bei 2472 Patienten mit ADHS im Alter von 5 bis 40 Jahren. Dabei konnte die Wirksamkeit von Neurofeedback in der Hauptanalyse nicht bestätigt werden. Allerdings konnte in einer Auswahl von Studien, die ein etabliertes Standardprotokoll verwendeten, ein schwacher Effekt (d=0,21) gesichert werden. Das Alter der Patienten oder auch Hinweise auf kortikales Lernen während des Trainings hatten keine Auswirkungen auf die Effekte. Westwood et al. (2025) for the European ADHD Guidelines Group (EAGG). (2025). JAMA Psychiatry 82, 118-129. doi: 10.1001/jamapsychiatry.2024.3702

Zur Publikation

Der neu entwickelte Fragebogen zur Erfassung von positivem und negativem Erziehungsverhalten (FPNE) kann Erziehungsverhalten im Elternurteil reliabel und valide erfassen. Unter Federführung von Vanessa Holas wurde der neu entwickelte Fragebogen zur Erfassung von positivem und negativem Erziehungsverhalten (FPNE) in einer Stichprobe aus n = 1879 Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren in mehreren multizentrischen Studien psychometrisch untersucht. Anhand von exploratorischen und konfirmatorischen Faktorenanalysen einschließlich explorativen Strukturgleichungsmodellen (ESEM) konnte die zweifaktorielle Struktur des Fragebogens mit zwei korrelierten Faktoren, die positives und negatives Erziehungsverhalten beschreiben, bestätigt werden. Auch die konfigurale, metrische und skalare Invarianz der Faktoren in verschiedenen Altersgruppen und bei beiden Geschlechtern ließen sich nachweisen. Außerdem erwiesen sich die Skalen als intern konsistent und sie zeigten meist schwache, aber signifikante Korrelationen mit der ebenfalls von den Eltern beurteilten ADHS-Symptomatik und der oppositionellen Symptomatik sowie dem von den Eltern ebenfalls beurteilten eigenen Stresserleben und den eigenen Ängsten und der Depressivität. Holas et al. (2024). Child and Adolescent Psychiatry and Mental Health, 18: 157. Retrieved from  doi:https://doi.org/10.1186/s13034-024-00850-9

Zur Publikation

Die Symptome von oppositionellen und dissozialen Störungen des Sozialverhaltens lassen sich mithilfe des Selbstbeurteilungsbogens aus dem Diagnostiksystem DISYPS faktoriell valide und reliabel erheben. Unter Federführung von Simon Klos wurde der Selbstbeurteilungsbogen für Störungen des Sozialverhaltens (SBB-SSV) aus dem Diagnostik-System für psychische Störungen nach ICD-10 und DSM-5 für Kinder- und Jugendliche (DISYPS-III) bei n= 658 Jugendlichen mit externalen Verhaltensproblemen im Alter von 11 bis 17 Jahren psychometrisch untersucht. Anhand von konfirmatorischen Faktorenanalysen einschließlich explorativen Strukturgleichungsmodellen (ESEM) wurde die Faktorenstruktur von Symptomen einer oppositionellen Verhaltensstörung und die Kombination von Symptomen einer oppositionellen Verhaltensstörung und einer Störung des Sozialverhaltens analysiert. Außerdem erwiesen sich die Skalen als intern konsistent. Klos, S. et al. (2024). Child Psychiatry & Human Development 56, 1147-1160. doi: doi.org/10.1007/s10578-024-01802-2

Zur Publikation

Internationales Konsortium stellt in einer Meta-Analyse eine geringe Adhärenz und Persistenz bei der medikamentösen Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS fest. Unter Federführung von Maite Ferrin (2025) hat die European ADHD Guidelines Group (der auch M. Döpfner angehört) 66 Studien zur Wirksamkeit medikamentöser Therapie eine Meta-Analyse bezüglich der Adhärenz und der Persistenz bei der medikamentösen Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS durchgeführt. Lediglich knapp 23% der Kinder und Jugendlichen hatten bei der 12-Monate-Nachuntersuchung eine gute Adhärenz und die durchschnittliche Persistenz in der Pharmakotherapie betrug weniger als 6 Monate. European Child & Adolescent Psychiatry 34, 867-882. DOI: doi.org/10.1007/s00787-024-02538-z.

Zur Publikation

Telemedizinische Routine-Konsultationen für Kinder und Jugendlichen mit psychischen Störungen sind gut durchführbar, werden von Patientinnen und Patienten sowie ihren Eltern gut angenommen und ermöglichen die intendierte Zielerreichung. Manfred Döpfner und Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter (2025) konnten in einer multizentrischen Studie mit vier kinder- und jugendpsychiatrischen Kliniken und einer psychotherapeutischen Ambulanz für Kinder und Jugendliche bei 267 Patientinnen und Patienten feststellen, dass die Mehrzahl der Ärzte und Psychotherapeuten die Ziele ihrer Untersuchung / Therapie in einer telemedizinischen Sitzung erreichen konnten. Eltern und Patienten / Patientinnen zeigten generell ebenfalls eine hohe Zufriedenheit mit den Sitzungen, vor allem wenn die Symptomatik weniger stark ausgeprägt war. European Child and Adolescent Psychiatry 34, 181-194. doi: doi.org/10.1007/s00787-024-02477-9

Zur Publikation

Internationales Konsortium identifiziert generellen Psychopathologie-Faktor im Selbsturteil und im Elternurteil. In einer seiner letzten Publikationen identifiziert der im letzten Jahr verstorbene Tom Achenbach im Rahmen eines internationalen Konsortiums (dem auch M. Döpfner angehört) über verschiedene faktorenanalytische Modelle sowohl im Selbsturteil (anhand des Fragebogens für Jugendliche, YSR) als auch im Elternurteil (anhand des Elternfragebogens über das Verhalten von Kindern und Jugendlichen, CBCL/6-18) generelle Psychopathologie-Faktoren, die hoch miteinander korrelieren. Journal of Clinical Child & Adolescent Psychology 54, 318-327. doi: doi.org/10.1080/15374416.2024.2344159

Zur Publikation

Sowohl Enuresis als auch komorbide psychische Auffälligkeiten lassen sich im Rahmen einer ambulanten Routinetherapie gut behandeln. Unter Federführung von Daniel Walter (2024) untersuchte eine Forschergruppe am Centrum für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie an der Uniklinik Köln (CEKIP) in einer Stichprobe von 220 Kindern und Jugendlichen, die an der Psychotherapieambulanz vorgestellt worden waren und bei denen eine Enuresis diagnostiziert worden war, den Behandlungsverlauf unter Routinetherapie. Die Autoren konnte eine erhebliche Reduktion der Enuresis-Symptomatik und auch der komorbiden Symptomatik im Verlauf der Behandlung nachweisen (Evidence-Based Practice in Child and Adolescent Mental Health (online first).  doi.org/10.1080/23794925.2024.2358488)

Zur Publikation

Telefonassistierte Selbsthilfe auch für Eltern von Jugendlichen mit ADHS hilfreich. Christina Dose und Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter (2024) konnten im Rahmen einer Pilotstudie bei 66 Eltern von Jugendlichen mit der Diagnose ADHS moderate bis starke Veränderungen im Verlauf einer telefonassistierten Selbsthilfe feststellen, die aus 8 Elternheften (auf der Basis von Kinnen et al (2015) Kinnen, Wackelpeter & Trotzkopf in der Pubertät) und 14 telefonischen Beratungen eines Elternteils bestand. Sowohl ADHS-Symptome als auch oppositionelle und emotionale Auffälligkeiten verminderten sich im Verlauf der Intervention im Urteil der Eltern signifikant und bei der Lebensqualität konnten signifikante Verbesserungen festgestellt werden. (Journal of Child and Family Studies 33, 1752-1767; doi.org/10.1007/s10826-024-02831-0).

Zur Publikation

Gute Akzeptanz und Nutzung von web-assistierter Selbsthilfe für Eltern von Kindern mit externalen Verhaltensstörungen. Laura Wähnke und Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter (2024) konnten im Rahmen der Studie zur Wirksamkeit web-assistierter Selbsthilfe (WASH-Studie) bei 276 Studienteilnehmer(innen), die über 12 Wochen ging, hohe objektive (86% haben sich zumindest einmal auf die Webseite eingeloggt) und subjektive Akzeptanzraten belegen. Durchschnittlich wurden in dem Beobachtungszeitraum 5 logins durchgeführt mit einer Gesamtnutzungszeit von durchschnittlich knapp 5 Stunden.  Ein zusätzlicher telefonischer Support der Eltern erhöhte Akzeptanz und Nutzung. (Child and Adolescent Psychiatry and Mental Health 18:40. doi: doi.org/10.1186/s13034-024-00724-0).

Zur Publikation

Die Nutzung von web-assistierter Selbsthilfe für Eltern von Kindern mit externalen Verhaltensstörungen hängt mit nachfolgender Symptomminderung zusammen. Laura Wähnke und Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter (2024) konnten im Rahmen der Studie zur Wirksamkeit web-assistierter Selbsthilfe (WASH-Studie) bei 276 Eltern von Kindern mit externalen Verhaltensstörungen über 6 Monate hinweg einen Zusammenhang von objektiv gemessener Nutzung der Selbsthilfe in den ersten drei Monaten mit langfristiger Symptomminderung nach 6 Monaten belegen. Allerdings war dieser Zusammenhang eher gering und konnte auch nicht für alle untersuchten Parameter bestätigt werden. Wähnke et al., (2024). The relationship between symptom change and utilization in a web-based self-help intervention for parents of children with externalizing disorders. Journal of Medical Internet Research Pediatrics and Parenting, 7: e5405. Retrieved from doi:10.2196/54051

Zur Publikation

Ausgewählte digitale Tools

hiToco® ist als Digitale Gesundheitsanwendung (DIGA) zugelassen und kann verschrieben werden. Die unter Anleitung von  Manfred Döpfner und Anja Görtz-Dorten entwickelte und evaluierte Applikation ist zur Behandlung von ADHS bei Kindern im Alter von vier bis elf Jahren als DIGA zugelassen worden. Sie kann bei Kindern mit der Diagnose oder der Verdachtsdiagnose ADHS eingesetzt werden. Sie ist auf der Basis des Therapieprogramms für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten (THOP) und den davon abgleiteiteten Selbsthilfeprogrammen entwickelt worden. hiToco® unterstützt Eltern dabei, ihr Kind im Alltag bestmöglich zu begleiten, stärkt ihre Erziehungskompetenz und hilft, das Problemverhalten ihres Kindes zu verbessern. hiToco® kann als weitgehend eigenständiges Selbsthilfeprogramm oder als Teil einer multimodalen Therapie eingesetzt werden. Die Wirksamkeit konnte in einer randomisierten Kontrollgruppenstudie belegt werden.

Weitere Informationen

Der Familiencoach Kinderängste: ein neues Online-Selbsthifeprogramm für Eltern von ängstlichen Kindern. Manfred Döpfner, Julia Adam und Hildegard Goletz haben für den AOK-Bundesverband das Konzept für den Familiencoach Kinderängste entwickelt. Er ist für Angehörige gedacht, die ihrem Kind helfen möchten, Ängste zu überwinden. Das Online-Selbsthilfeprogramm ist für Eltern von Kindern im Alter von 3 bis 12 Jahren entwickelt, die in Trennungssituationen, sozialen Situationen oder Leistungssituationen Angst zeigen. In fünf Modulen erhalten die Eltern Informationen zu den entsprechenden Kinderängsten, sie werden angeregt, eigene Anteile zu bearbeiten, ihr Kind zu stärken und dem Kind zu helfen, sich der Angst zu stellen.  In einem Zusatzmodul werden die Eltern angeleitet, ihrem Kind zu helfen, mit belastenden Erlebnissen umzugehen. Der Familiencoach steht allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung.

Zum Elterntrainer Kinderängste

Die JAY-App für Jugendliche ist kostenlos verfügbar. Die von Anja Görtz-Dorten und Manfred Döpfner entwickelte Smartphone-App JAY (Journaling App for Youth) ist eine für Jugendliche von 13 bis 17 Jahren entwickelte App, die therapieunterstützend bei verschiedenen Störungsbildern im Jugendalter eingesetzt werden kann: Bei Störungen des Sozialverhaltens (Aggressives Verhalten, Oppositionelles Verhalten, Begrenzte prosoziale Emotionalität), bei Angststörungen, Depressiven Störungen, Zwangsstörungen und Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörungen. JAY fördert den Transfer von Bewältigungsstrategien, die in der Verhaltenstherapie erarbeitet wurden.

Weitere Informationen

Erweiterte Auflage von AUTHARK, der App-Unterstützten Therapie-Arbeit für Kinder. Die von Anja Görtz-Dorten und Manfred Döpfner entwickelte Smartphone-App AUTHARK dient der Unterstützung von Kinder-Verhaltenstherapien für den Altersbereich von etwa 6 – 12 Jahren und ist nun für ein breites Spektrum an psychischen Störungen in dieser Altersgruppe erweitert worden. AUTHARK fördert den Transfer von Bewältigungsstrategien, die in der Therapie erarbeitet wurden, und unterstützt den Therapeuten auch in der Diagnostik und der Verlaufskontrolle. 

Weitere Informationen

Erweiterte eTraining-Plattform zur Fort- und Weiterbildung in der Anwendung von Therapieprogrammen und digitalen Anwendungen für Kinder und Jugendliche. Die Plattform eTraining-KJP beschreibt Therapieprogramme, die bei AKiP entwickelt wurden und demonstriert anhand von Therapievideos und digitalen Patientenakten die Anwendung einzelner Bausteine der Therapieprogramme THAV, ScouT und THOP, THICS, die Umsetzung digitaler Tools und ihre Integration in der Behandlung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien sowie die Durchführung des Interview-Leitfadens ILF. Zusätzlich werden Vorträge zu aktuellen Themen der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie aus dem akip-online-Forum zur Verfügung gestellt.

Zur eTraining-Plattform

Zur Gesamtübersicht über aktuelle Publikationen