04.10.2021
Veröffentlichungen

Aktuelle Publikationen des AKIP

Oktober 2021

monticellllo, Adobe Stock
Foto: monticellllo, Adobe Stock

Das Ausbildungsinstitut für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (AKIP) der Uniklinik weist auf folgende neuen Buch- und Forschungspublikationen sowie digitale Tools von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts hin, die kürzlich veröffentlicht worden sind:

Ausgewählte Buch- und Testpublikationen

ADHS in Schule und Unterricht (Frölich et al., 2021). Jan Frölich (Stuttgart) hat zusammen mit Manfred Döpfner und Tobias Banaschewski (Mannheim) die zweite Auflage des Buches publiziert, in der die Informationen über die empirischen Grundlagen zu diesem Störungsbild sowie zur Wirksamkeit von Interventionen aktualisiert und diese Forschungsergebnisse mit pädagogisch-didaktischen Konsequenzen und handlungsanleitenden Schritten verbunden werden.

Weitere Informationen zur Publikation


Verhaltenstherapiemanual: Kinder und Jugendliche (Döpfner et al., 2020). Manfred Döpfner hat zusammen mit Martin Hautzinger (Tübingen) und Michael Linden (Berlin) ein neues umfassendes Werk zur Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen herausgegeben. In dem Verhaltenstherapiemanual: Kinder und Jugendliche stellen führende Experten in ihrem jeweiligen Gebiet möglichst knapp und mit Blick auf die Praxis allgemeine Grundlagen verhaltenstherapeutischen Arbeitens mit Kindern und Jugendlichen dar und beschreiben verhaltenstherapeutische Techniken, Einzelverfahren und Methoden konkret. Schließlich arbeiten sie für die wichtigsten Störungen im Kindes- und Jugendalter störungsspezifische Behandlungspläne aus.

Weitere Informationen zur Publikation


Den Alltag meistern mit ADHS. (Döpfner et al., 2021 a,b,c,d). In insgesamt vier von Manfred Döpfner und Mitarbeiterinnen publizierten Selbsthilfe-Arbeitsbüchern für Eltern von Schulkindern und von Kindergartenkindern sowie für Pädagoginnen und Pädagogen von Schulkindern und von Kindergartenkindern erhalten die Bezugspersonen leicht umsetzbare Handlungsempfehlungen beim Umgang mit konkreten Verhaltensproblemen im Familienalltag bzw. im Alltag im Kindergarten und in der Schule. Die Wirksamkeit dieser Selbsthilfebücher wurde in Verbindung mit telefonischer Beratung in mehreren Studien belegt und wird in aktuellen Studien weiter untersucht.

Weitere Informationen zu den Publikationen


Evidenz- und konsensbasierten S3-Leitlinie für Diagnostik und Therapie von Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter (Walitza et al., 2021). Diese unter Federführung von Susanne Walitza (Zürich) und unter Mitarbeit von Manfred Döpfner und anderen Ko-Autoren im Rahmen der AWMF publizierte S3-Leitlinie ist in einer Kurzfassung und einer Langfassung elektronisch publiziert worden und wird durch einen Leitlinienreport ergänzt. Die Leitlinie gibt eine fundierte Übersicht über evidenzbasierte diagnostische und therapeutische Strategien für Kinder und Jugendliche mit Zwangsstörungen.

Weitere Informationen zur Publikation
 

Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters (Fegert et al., 2021). Dieses unter Federführung von Jörg Fegert (Ulm) und unter Mitarbeit von Manfred Döpfner und anderen Mitherausgebern publizierte „Living Reference Work“, dessen Kapitel nun schrittweise zunächst digital veröffentlicht werden, gibt eine aktuelle Übersicht über die wichtigsten Bereiche der Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters. Aktuell sind folgende Kapitel von Mitarbeiter:innen von AKiP publiziert:

  • Kognitive Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen (Döpfner)
  • Tourette- und Tic-Störungen in Kindheit und Jugend (Döpfner & Roessner)

Weitere Kapitel werden in Kürze folgen.

Weitere Informationen zur Publikation


Fragebogen zum aggressiven Verhalten: Erweiterte 2. Auflage. Der von Anja Görtz-Dorten und Manfred Döpfner entwickelte und mittlerweile weit verbreitete Fragebogen wurde in der 2. Auflage um eine klinische Checkliste, klinische Normen und um Ergebnisse aus psychometrischen Analysen erweitert.

Weitere Informationen zur Publikation


Ausgewählte Forschungspublikationen

Die ambulante Behandlung von Jugendlichen mit depressiven Störungen durch kognitive Verhaltenstherapie in der Routineversorgung ist wirkungsvoll. Walter und Mitarbeiter:innen können überwiegend mittlere bis starke Verminderungen depressiver Symptome im Verlauf der Routinebehandlung von mehr als 300 Jugendlichen in der Psychotherapie-Ambulanz von AKiP im Elternurteil und im Selbsturteil belegen (BMC Psychiatry, online).

Zur Publikation


Verminderung von negativem Erziehungsverhalten mediiert Effekte von assistierter Selbsthilfe für Eltern von Kindern mit ADHS. Dose und Mitarbeiter:innen (2021) zeigen, dass die Effekte von telefonassistierter Selbsthilfe bei Eltern von zusätzlich pharmakologisch behandelten Kindern mit ADHS, durch eine Verminderung von negativem Erziehungsverhalten, jedoch nicht durch eine Veränderung bei dem positivem Erziehungsverhalten vermittelt werden (European Child & Adolescent Psychiatry).

Zur Publikation


Kinder mit ADHS werden erwachsen: Eine Nachuntersuchung 18 Jahre nach Behandlungsende. Döpfner und Mitarbeiter:innen zeigen in der Langzeitstudie, dass sich ADHS-Symptome bei behandelten Kindern im weiteren Verlauf deutlich vermindern, funktionelle Einschränkungen jedoch gehäuft auftreten, wie Arbeitslosigkeit, juristische Verurteilungen oder Substanzkonsumstörungen. Allerdings sind auch günstige Verläufe in einem substanziellen Anteil festzustellen. (Journal of Attention Disorders 25, 1801-1817).

Zur Publikation


Externale Spektrum-Störungen lassen sich über Impulsivität als Referenzfaktor und mehrere spezifische Faktoren am besten beschreiben. Ann-Kathrin Thöne und Mitarbeiter:innen analysieren in dieser multizentrischen Studie im Rahmen des ESCA-Projektes die Daten von knapp 500 Kindern mit ADHS-Symptomen mittels konfirmatorischer Faktorenanalysen und Explorativer Strukturgleichungsmodelle (Psychological Assessment 2021, online first).

Zur Publikation<


Welche Behandlungskomponenten lassen sich bei kognitiv-behavioralen und nondirektiven Elterntrainings empirisch identifizieren? Anne-Katrin Treier und Mitarbeiter:innen beschreiben die Entwicklung einer Therapeuten-Interventions-Skala mit den beiden Dimensionen „Leitung und Strukturierung“ sowie „Beziehungsgestaltung und Emotionen“ (Journal of Clinical Psychology 2021, online first).

Zur Publikation


208 evidenzbasierte Schlussfolgerungen über ADHS - die internationale Konsensuserklärung von weltweit führenden Wissenschaftlern fasst das weitgehend gesicherte Wissen zu dem Störungsbild zusammen. Unter Federführung von Stephen Faraone haben 80 Expertinnen und Experten aus 27 Ländern und 6 Kontinenten unter dem Dach der World Federation of ADHD diese sehr einflussreiche Konsensuserklärung erstellt, indem sie die wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten 20 Jahre in 208 evidenzbasierten Aussagen über ADHS kondensierten. (Neuroscience and Biobehavioral Reviews). 

Zur Originalpublikation

Zur deutschsprachigen Fassung


Elterntraining für Eltern von Kindern mit geistiger Behinderung reduziert Verhaltens- oder emotionale Probleme der Kinder. Kostulski und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2021) belegen die Wirksamkeit des Elterntrainings in einer randomisierten Kontrollgruppenstudie mit Eltern von 42 Kindern mit geistiger Behinderung. Verhaltens- und emotionale Probleme der Kinder ließen sich im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant vermindern und positives Erziehungsverhalten der Eltern konnte verbessert werden. (Research in Developmental Disabilities).

Zur Publikation


DSM-5 Faktorenstruktur von Autismus-Spektrum-Störungen anhand von Bifaktor-Analysen bestätigt. Del Giudice, Dose und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2021) untersuchen Faktorielle Validität, Reliabilität und konvergente / divergente Validität anhand des Elternurteils im Fremdbeurteilungsbogen für Tiefgreifende Entwicklungsstörungen (FBB-TES) aus dem Diagnostik-System DISYPS bei 312 Kinder und Jugendlichen mit Verdacht auf Autismus-Spektrum-Störungen (Journal of Autism and Developmental Disorders).

Zur Publikation


Telefongestützte Selbsthilfe für Eltern von Kindern mit ADHS geht auch im Langzeitverlauf mit einer reduzierten ADHS-Symptomatik einher. Döpfner und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2021) belegen die Stabilität der Effekte einer einjährigen telefonassistierten Selbsthilfe für Eltern von Kindern mit ADHS im Langzeitverlauf sowohl hinsichtlich der ADHS-Symptomatik, der oppositionellen Symptomatik und der Verhaltensprobleme insgesamt (Journal of Attention Disorders). 

Zur Publikation


Die künftige Aus- und Weiterbildung zum Fachpsychotherapeuten für Kinder und Jugendliche stellt Kliniken vor große Herausforderungen. Unter Federführung von Jörg Fegert (Ulm) und unter Mitarbeit von Manfred Döpfner setzt sich eine Autorengruppe mit den noch nicht gelösten Problemen eines künftigen Psychotherapiestudiums mit anschließender Weiterbildung zum Fachpsychotherapeuten für Kinder und Jugendliche auseinander. (Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie)

Zur Publikation


Ausgewählte digitale Tools

Die JAY-App für Jugendliche ist kostenlos verfügbar. Die von Anja Görtz-Dorten und Manfred Döpfner entwickelte Smartphone-App JAY (Journaling App for Youth) ist eine für Jugendliche von 13 bis 17 Jahren entwickelte App, die therapieunterstützend bei verschiedenen Störungsbildern im Jugendalter eingesetzt werden kann: Bei Störungen des Sozialverhaltens (Aggressives Verhalten, Oppositionelles Verhalten, Begrenzte prosoziale Emotionalität), bei Angststörungen, Depressiven Störungen, Zwangsstörungen und Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörungen. JAY fördert den Transfer von Bewältigungsstrategien, die in der Verhaltenstherapie erarbeitet wurden.

Weitere Informationen


Neue erweiterte Auflage von AUTHARK, der App-Unterstützten Therapie-Arbeit für Kinder. Die von Anja Görtz-Dorten und Manfred Döpfner entwickelte Smartphone-App AUTHARK dient der Unterstützung von Kinder-Verhaltenstherapien für den Altersbereich von etwa 6 – 12 Jahren und ist nun für ein breites Spektrum an psychischen Störungen in dieser Altersgruppe erweitert worden. AUTHARK fördert den Transfer von Bewältigungsstrategien, die in der Therapie erarbeitet wurden, und unterstützt den Therapeuten auch in der Diagnostik und der Verlaufskontrolle. 

Weitere Informationen


Erweiterte eTraining-Plattform zur Fort- und Weiterbildung in der Anwendung von Therapieprogrammen für Kinder und Jugendliche. Die Plattform eTraining-KJP beschreibt Therapieprogramme, die bei AKiP entwickelt wurden und demonstriert anhand von Therapievideos und digitalen Patientenakten die Anwendung einzelner Bausteine und ihre Integration in der Behandlung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. 

Zur eTraining-Plattform


Zur Gesamtübersicht über aktuelle Forschungspublikationen

Nach oben scrollen