Kinderambulanz Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS)

In der Kinderambulanz für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) werden vor allem Kinder im Alter von 4-12 Jahren behandelt, die an einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung leiden.

Problematik

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) treten bei Kindern häufig auf und können sich in ausgeprägter Hyperaktivität, Impulsivität und Unaufmerksamkeit äußern. Die Probleme beginnen meist schon vor der Einschulung, äußern sich jedoch im Schulalter noch ausgeprägter. Die Kinder haben häufig sehr viele Schwierigkeiten nicht nur in der Schule, sondern auch in der Familie und im Freizeitbereich. Viele dieser Kinder zeigen zusätzlich aggressive und oppositionelle Verhaltensweisen und auch Schulleistungs- oder emotionale Probleme. Jugendliche ab 12 Jahren, bei denen eine ADHS diagnostiziert wurde, werden in der Schwerpunktambulanz für Jugendliche (SELBST) behandelt.

Diagnostik

Die Diagnostik dient der Erfassung der einzelnen Probleme und der detaillierten Therapieplanung. Neben einer ausführlichen Exploration des Patienten, der Eltern und weiterer Bezugspersonen, wie z. B. Lehrer oder Erzieher erfolgt eine umfassende psychologische Diagnostik mit testpsychologischen Verfahren und Fragebögen. Bei der Diagnostik einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung wird besonderer Wert auf die ausführliche Exploration und Befragung verschiedener Bezugspersonen des Kindes gelegt, da zur Diagnosestellung eine situationsübergreifende Symptomatik zu Hause und in der Schule bzw. im Kindergarten vorliegen sollte.

Therapie

Die multimodale Verhaltenstherapie ist auf die individuellen Probleme und Bedürfnisse des Kindes sowie seiner Familie und weiterer sozialer Systeme (z. B. Schule) abgestimmt. Grundlage der Therapie ist eine intensive Eltern-Kind-Therapie auf Basis des in unserem Hause entwickelten Therapieprogramms für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten (THOP). Die therapeutische Arbeit mit dem Kind kann sich auf Spieltrainings, Selbstinstruktionstrainings und Selbstmanagement-Verfahren beziehen. Ein Hauptbehandlungsschwerpunkt ist aber die Einbeziehung der Eltern oder anderer Hauptbezugspersonen, mit denen gemeinsam erarbeitet wird, wie sie vermehrt positiv auf ihr Kind eingehen und die Beziehung verbessern können. Zudem erarbeiten wir, wie Eltern, Erzieher oder Lehrer auf die Verhaltensprobleme günstig reagieren und wie sie Grenzen setzen können. Dabei stehen Lob und natürliche Konsequenzen im Mittelpunkt. Mit dem Kindergarten oder der Schule wird nach Rücksprache mit den Eltern ebenfalls sehr intensiv gearbeitet, um spezielle Probleme in diesen Lebensbereichen zu vermindern. Zusätzlich sind häufig noch weitere verhaltenstherapeutische Methoden zur Behandlung anderer psychischer Probleme notwendig. Die pharmakologische Behandlung kann eine wichtige Rolle spielen und wird in Kooperation mit Ärzten durchgeführt.

Dr. rer. medic. Claudia Kinnen

Dr. rer. medic. Claudia Kinnen, Dipl.-Psych.

Leitung Spezialambulanz ADHS und Anleitung von Psychotherapeuten im Praktikum (PiP)

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin

Dr. rer. medic. Stephanie Schürmann

Dr. rer. medic. Stephanie Schürmann, Dipl.-Psych.

Leitung Spezialambulanz ADHS und Anleitung von Psychotherapeuten im Praktikum (PiP)

Psychologische Psychotherapeutin

Dr. rer. medic. Tanja Wolff Metternich-Kaizman

Dr. rer. medic. Tanja Wolff Metternich-Kaizman, Dipl.-Psych.

Leitung Spezialambulanz ADHS und Anleitung von Psychotherapeuten im Praktikum (PiP)

Psychologische Psychotherapeutin
 

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