Jugendlichenambulanz Selbstwert-, Leistungs- und Beziehungsstörungen

In dieser Schwerpunktambulanz werden Jugendliche behandelt, die an Selbstwertproblemen und Depressionen sowie ADHS oder Störung des Sozialverhaltens leiden, die Leistungsprobleme in der Schule oder am Arbeitsplatz aufweisen oder die deutliche Schwierigkeiten in ihren Beziehungen zu ihren Eltern, Lehrern oder Gleichaltrigen haben. 

Problematik

Jugendliche mit psychischen Problemen leiden häufiger an einer komplexen Kombination von Selbstwert-, Leistungs- und Beziehungsproblemen – sie trauen sich selbst wenig zu, sind traurig oder zurückgezogen oder haben trotz angemessener Begabung Leistungsprobleme in der Schule. Schließlich haben viele Jugendliche Schwierigkeiten mit Gleichaltrigen, beispielsweise in Form von unangemessen starken Konflikten oder indem sie nur wenige Kontakte und kaum Freunde haben. Auch in ihrer Beziehung zu ihren Eltern und Lehrern kommt es häufig zu starken Auseinandersetzungen. Häufig wird bei diesen Jugendlichen eine depressive Störung, eine Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder eine Störung des Sozialverhaltens diagnostiziert.

Diagnostik

Die Diagnostik dient der Erfassung der einzelnen Probleme des Jugendlichen in der Familie, in der Schule, im Gleichaltrigenbereich und in der Selbstwahrnehmung. Am Anfang steht ein zeitlich begrenztes Gesprächsangebot, in dem mit dem Jugendlichen zunächst erarbeitet wird, ob ein intensiveres Behandlungsangebot sinnvoll ist und in dem die Motivation zur Behandlung gestärkt wird. Hierbei sind die Wünsche und Vorstellungen des Jugendlichen von zentraler Bedeutung. Neben einer ausführlichen Exploration und Verhaltensbeobachtung des Patienten, der Eltern und, wenn sinnvoll der Lehrer des Patienten wird eine umfassende psychologische Diagnostik mit testpsychologischen Verfahren und Fragebögen durchgeführt.

Therapie

Die multimodale, störungsübergreifende kognitive Verhaltenstherapie ist auf die spezifischen Probleme, Ressourcen, Kompetenzen und Behandlungsziele des Jugendlichen, seiner Familie und weiterer sozialer Systeme (z. B. Schule) abgestimmt. Die Therapie wird auf der Grundlage des in unserem Hause entwickelten Therapieprogramms für Jugendliche mit Selbstwert-, Leistungs- und Beziehungsstörungen (SELBST) durchgeführt. Im Zentrum der Therapie steht der Jugendliche, mit dem im Zuge der Autonomieentwicklung daran gearbeitet wird, wie er selbst definierte Ziele erreichen kann (Selbstmanagement-Therapie). In der Regel werden weitere Bezugspersonen, beispielsweise die Eltern in die Therapie mit einbezogen. Lehrer werden bei Bedarf und nach Absprache mit dem Jugendlichen und seinen Eltern ebenfalls in die Behandlung integriert.

Dr. rer. medic. Christiane Rademacher

Dr. rer. medic. Christiane Rademacher, Dipl.-Psych.

Leitung Spezialambulanz Selbstwert-, Leistungs- und Beziehungsstörungen und Anleitung von Psychotherapeuten im Praktikum (PiP)

Psychologische Psychotherapeutin

Priv.-Doz. Dr. rer. medic. Daniel Walter

Priv.-Doz. Dr. rer. medic. Daniel Walter, Dipl.-Psych.

Leitung Spezialambulanz Selbstwert-, Leistungs- und Beziehungsstörungen und Anleitung von Psychotherapeuten im Praktikum (PiP)

Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut

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