Forschungsgruppe ADOPT

Affektive Dysregulation – Optimierung von Prävention und Therapie

Das Forschungsprojekt "ADOPT" ist ein bundesweites Projekt, in dem Methoden erarbeitet werden, um affektive Dysregulationen bei Kindern zwischen 8 und 12 Jahren frühzeitig und genau zu erkennen und optimale Behandlungsmethoden für diese Kinder zu entwickeln.

Was ist affektive Dysregulation?

Unter affektiver Dysregulation versteht man Schwierigkeiten im Umgang mit negativen Gefühlen, also in der Regulation beispielsweise von Wut oder Traurigkeit. Kinder, die unter affektiver Dysregulation leiden, zeigen z. B. über einen längeren Zeitraum hinweg starke Wutausbrüche, eine anhaltende Reizbarkeit und plötzliche Stimmungsschwankungen.

Was ist das Ziel der Studie?

Ziel der Studie ist es,

  • herauszufinden, wie viele Kinder in Deutschland an affektiver Dysregualtion leiden,
  • den Einfluss von verschiedenen Faktoren auf affektive Dysregulation zu untersuchen
  • und die besten Behandlungsmethoden zur Verringerung der Problematik zu evaluieren.

Wer kann teilnehmen?

Teilnehmen können Kinder,

  • die bei Pflegeeltern oder in Jugendhilfeeinrichtungen leben
  • die zwischen 8 und 12 Jahre alt sind,
  • oft Wutausbrüche haben,
  • häufiger gereizt sind
  • und/ oder plötzliche Stimmungsschwankungen haben.

Bei Kindern, die bei Pflegeeltern oder in Jugendhilfeeinrichtungen leben, kommt affektive Dysregulation besonders häufig vor. Diese Schwierigkeiten sind häufig der Grund für mehrfache Heimwechsel oder Abbrüche der Jugendhilfeintervention und damit einhergehend einer verminderten Lebensqualität. Zudem weisen diese Kinder in der späteren Entwicklung ein erhöhtes Risiko für delinquentes Verhalten und Substanzabusus auf. Demnach handelt es sich um eine Hochrisikogruppe, für die es jedoch bislang wenig spezifische Behandlungsprogramme gibt. Wir bieten das Angebot, die Therapien auch in Jugendhilfeeinrichtungen durchzuführen.

Ein Teilprojekt mit Kindern, die bei ihren leiblichen Eltern leben, ist bereits abgeschlossen.

Was haben Sie von der Teilnahme?

Wenn Sie an unserer Studie teilnehmen,

  • bekommen sie eine ausführliche Diagnostik zu den Problemen und Stärken des Kindes.
  • Zudem liegt ein Fokus auf der Stärkung der Beziehung von Betreuern zum Kind.
  • Wir bieten eine individuelle Therapie, um Strategien zum besseren Umgang mit negativen Gefühlen, Stimmungsschwankungen und Wutausbrüchen zu erlernen und um Konflikte besser zu lösen.
  • Es gibt die Möglichkeit eines Coachings für Bezugspersonen und Lehrkräfte.

Die Therapie wird kindgerecht gestaltet und wir setzen speziell entwickelte Computerprogramme sowie Smartphone-Apps ein, um das Therapieergebnis zu verbessern und einen Transfer der neu erlernten Strategien in den Alltag zu ermöglichen.

Kontaktdaten

Telefon +49 221 478-76837
E-Mail adopt@uk-koeln.de
www.adopt-studie.de

Wissenschaftliche Leitung

Univ.-Prof. Dr. Manfred Döpfner, Dipl.-Psych.
Prof. Dr. Anja Görtz-Dorten, Dipl.-Psych., Dipl.-Heil.Päd.

Mitarbeiterinnen

Ansprechpartnerinnen:
Anne-Katrin Treier (M.Sc.) 
Claudia Ginsberg (Dipl. Psych.) 
Franziska Frenk (M.A.) 
Dr. Kristina Mücke (M.A.) 
Michaela Junghänel (M.Sc.) 
Sara Zaplana Labarga (M.Sc.)
Carolina Habbel (M.Sc.)

Adresse

Ausbildungsinstitut für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie an der Uniklinik Köln (AKiP)
Pohligstr. 9
50969 Köln

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