Rechtliche Grundlagen

Das Psychotherapeutengesetz (Psych ThG) vom 16.06.1998 sieht erstmals den Heilberuf des „Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten“ vor. Es regelt die Voraussetzungen, unter denen eine Approbation zur Ausübung der heilkundlichen Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen erteilt werden kann und beschreibt die Grundlagen für die Ausbildung und die staatliche Prüfung zu diesem Beruf. Außerdem sichert es die Psychotherapie als Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung.

  • Psychotherapeutengesetz (pdf)

In der "Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten" vom 18.12.1998 (KJPsychTh-APrV) hat das Bundesministerium für Gesundheit die Mindestanforderungen an die Ausbildung sowie Details zur Staatsprüfung festgelegt.

Die Zuständigkeit für die Ausbildungsinstitute und -gänge liegt bei den Ländern, so dass von Seiten des MAGS NRW im Mai 1999 entsprechende Spezifikationen für Ausbildungen in NRW erlassen wurden. In NRW nimmt das Landesprüfungsamt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie NRW in Düsseldorf (LPA) diese Aufgabe wahr. Es gibt auch vor, welche Berufe Zugang zur KJP-Ausbildung haben.

AKiP hat mit Wirkung zum 14.10.1999 vom Landesprüfungsamt für Medizin, Pharmazie und Psychotherapie NRW in Düsseldorf (LPA) die staatliche Anerkennung für seinen Ausbildungsgang in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie mit Vertiefungsgebiet Verhaltenstherapie erhalten. Damit ist gewährleistet, dass sich die Absolventen der Ausbildung bei AKiP zur staatlichen Abschlussprüfung anmelden können und nach Erteilung der Approbation in dem Heilberuf "Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut" arbeiten können, ggf. auch niedergelassen im Rahmen der Bedarfsplanungen der Kassenärztlichen Vereinigungen in Deutschland.

Genau wie Ärzte und Apotheker unterliegen Psychotherapeuten in ihrer Berufsausübung der staatlichen Aufsicht. Mit der Etablierung der Heilberufe "Psychologischer Psychotherapeut" und "Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut" konnte die Berufsgruppe einen Teil der hoheitlichen Aufgaben in Selbstverwaltung übernehmen. Landes-Psychotherapeutenkammern wurden gegründet, z.B. in NRW die PTK NRW. Grundlage hierfür ist das Heilberufsgesetz des jeweiligen Bundeslandes.

  • Heilberufsgesetz (pdf)