PT-Ambulanz in Zahlen

(Stand 31.12.2016)

Im Jahre 2001 nahm die Psychotherapie-Ambulanz ihren Betrieb auf. Bis zum 31.12.2016 wurden insgesamt 5301 Psychotherapien begonnen und 4370 beendet. Mit dem kontinuierlichen Ausbau der Psychotherapie-Ambulanz nahm die jährliche Anzahl der begonnenen Behandlungen zu, so dass seit 2010 jährlich mehr als 400 Therapien beginnen.

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Gegenwärtig werden in der Psychotherapie-Ambulanz ca. 900 Patienten von 180 Therapeuten in Ausbildung unter intensiver Supervision behandelt.

 


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Die am häufigsten gestellten ICD-10 Aufnahmediagnosen (Erstdiagnose auf Achse 1 des Multiaxialen Klassifikationssystems, Stand 2/2017) waren Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörungen mit oder ohne Störung des Sozialverhaltens (F90: 28,7%) sowie Angststörungen (F40, F41, F93, F94: 16,5%). Weitere häufig diagnostizierte Störungsbilder waren: Störungen des Sozialverhaltens (isoliert oder in Kombination mit einer Störung der Emotionen: F91, F92: 15,9%), sonstige Verhaltens- und emotionale Störungen (F98: 13,5%), depressive Störungen (F32-34: 8,5%). Seltener erfolgte die Diagnose von Zwangsstörungen (F42: 4,2%), Essstörungen (F50: 3,1%), Tic-Störungen (F95: 2,8%) und tiefgreifenden Entwicklungsstörungen (F84: 4,9%). Am seltensten wurden Somatisierungs- (F45: 1%) und Persönlichkeitsstörungen (F60: 0,2%) als Eingangsdiagnose vergeben.

 


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Im Durchschnitt dauerte die Therapie bei hoher Varianz 39 Sitzungen (SD = 23,24). Im Rahmen der probatorischen Sitzungen wurden 13,75% der Therapien beendet (mehrheitlich Behandlungsabbrüche). Mehr als die Hälfte der Therapien dauerten länger als 30 Sitzungen.


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Die Zufriedenheit mit der Behandlung wurde in zwei Stichproben analysiert. Bei jüngeren Patienten (unter 11 Jahren, n=795) lag der Fragebogen zur Beurteilung der Behandlung (FBB) nach Mattejat und Remschmidt 1999 im Eltern- und Therapeutenurteil vor. Bei älteren Patienten (ab 11 Jahre, n=956) lag zudem noch das Selbsturteil vor. Insgesamt zeigte sich eine hohe Therapiezufriedenheit: von den Eltern waren 94,1% (jüngere Patienten) bzw. 92% (ältere Patienten) überwiegend/immer zufrieden, 0,3 % bzw. 1,2% kaum oder überhaupt nicht, der Rest (5,7% bzw, 6,8%%) war teilweise zufrieden. Im Selbsturteil des Fragebogens (Patienten ab 11 Jahren) waren 87,9% überwiegend/immer zufrieden, 1,8% kaum oder überhaupt nicht, der Rest (10,4%) war teilweise zufrieden. Die Therapeuten standen ihrer eigenen Therapie selbst am kritischsten gegenüber: 69,5% (Therapie der jüngeren Patienten) bzw. 64% (Therapie der ältere Patienten) waren überwiegend/immer zufrieden, 28,7% bzw. 32,1% teilweise zufrieden und 1,7% bzw. 4,0% kaum oder überhaupt nicht zufrieden.


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Eine Studie zur Wirksamkeit von ambulanter kognitiv-behavioraler Therapie, die von Therapeuten in Ausbildung unter Supervision durchgeführt und publiziert wurde (Walter et al. 2016), ergab beim Vergleich Therapiebeginn und Therapieabschluss folgende Ergebnisse, die alle hochsignifikant waren: bei 976 Patienten, die von ihren Eltern in der CBCL beurteilt wurden, fanden sich kleinere bis mittlere Verbesserungen auf den Skalen internaler und externaler Auffälligkeiten und auf der Gesamtskala. Ein Vergleich mit Langzeitverläufen von psychischen Auffälligkeiten (Döpfner et al. 1997; Plück et al. 1997) zeigt, dass diese Symptomminderungen nicht ausschließlich auf spontane Entwicklungstrends zurückgeführt werden können. Subgruppenanalysen derjenigen Patienten, die von ihren Eltern zu Therapiebeginn auf der jeweiligen Skala als klinisch auffällig eingeschätzt wurden, ergaben mehrheitlich hohe, statistisch hochsignifikante Symptomminderungen. Aufgrund der fehlenden Kontrollbedingung sind diese Veränderungen nicht sicher auf die Therapie selbst zurückzuführen. Aus diesem Grund wurde eine historische Kontrollgruppe einbezogen (Weiss et al. 1999). In dieser Studie wurden insgesamt 153 Kinder und Jugendliche mit vergleichbaren Auffälligkeiten in zwei Gruppen randomisiert, eine dieser Gruppen erhielt eine wöchentlich stattfindende Hausaufgabennachhilfe über durchschnittlich 1,5 Jahre und diente als Kontrollbedingung für die hiesige Studie. Auch Kinder und Jugendliche in dieser Nachhilfegruppe zeigten eine Reduktion psychischer Auffälligkeiten im Elternurteil. Setzt man die Symptomminderungen der Auffälligenstichprobe von AKiP und die der Hausaufgabennachhilfegruppe in Relation, so resultieren mehrheitlich mittlere Netto-Verminderungen zugunsten der AKiP-Routinetherapiegruppe. Solche Vergleiche legen den Schluss nahe, dass die untersuchte Routine-Verhaltenstherapie bei AKiP auch nicht ausschließlich durch unspezifische Therapieeffekte erklärbar ist.

 

 


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