Schwerpunktambulanzen

Kinder-Ambulanz für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS)
Kinder-Ambulanz für Störungen des Sozialverhaltens
Schwerpunkt-Ambulanz für Angst-, Zwangs- und Tic-Störungen
Schwerpunkt-Ambulanz für Autismus-Spektrum-Störungen
Schwerpunkt-Ambulanz für Jugendliche mit Selbstwert-, Leistungs- und Beziehungsstörungen

 

Kinder-Ambulanz für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS)
wolff_metternich_tanja_mfk_6690.JPGschuermann_stephanie_mfk_6675.JPGkinnen_claudia_mfk_6732.JPGIn der Kinder-Ambulanz für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) werden unter der Leitung von Dr. rer. medic. Tanja Wolff Metternich-Kaizman (Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin) und Dr. rer. medic. Stephanie Schürmann (Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin) und Dr. rer. medic. Claudia Kinnen (Dipl.-Psych., Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin) vor allem Kinder im Alter von 4-12 Jahren behandelt, die an einer  Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung leiden.

Problematik
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) treten bei Kindern häufig auf und können sich in ausgeprägter Hyperaktivität, Impulsivität und Unaufmerksamkeit äußern. Die Probleme beginnen meist schon vor der Einschulung, äußern sie sich jedoch im Schulalter noch ausgeprägter. Die Kinder haben häufig sehr viele Schwierigkeiten nicht nur in der Schule, sondern auch in der Familie und im Freizeitbereich. Viele dieser Kinder zeigen zusätzlich aggressive und oppositionelle Verhaltensweisen und auch Schulleistungs- oder emotionale Probleme. Jugendliche ab 12 Jahren, bei denen eine ADHS diagnostiziert wurde, werden in der Schwerpunktambulanz für Jugendliche (SELBST) behandelt.

Diagnostik
Die Diagnostik dient der Erfassung der einzelnen Probleme und der detaillierten Therapieplanung. Neben einer ausführlichen Exploration des Patienten, der Eltern und weiterer Bezugspersonen, wie z. B. Lehrer oder Erzieher erfolgt eine umfassende psychologische Diagnostik mit testpsychologischen Verfahren und Fragebögen. Bei der Diagnostik einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung wird besonderer Wert auf die ausführliche Exploration und Befragung verschiedener Bezugspersonen des Kindes gelegt, da zur Diagnosestellung eine situationsübergreifende Symptomatik zu Hause und in der Schule bzw. im Kindergarten vorliegen sollte.

Therapie
Die multimodale Verhaltenstherapie ist auf die individuellen Probleme und Bedürfnisse des Kindes sowie seiner Familie und weiterer sozialer Systeme (z. B. Schule) abgestimmt. Grundlage der Therapie ist eine intensive Eltern-Kind-Therapie auf Basis des in unserem Hause entwickelten Therapieprogramms für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten (THOP). Die therapeutische Arbeit mit dem Kind kann sich auf Spieltrainings, Selbstinstruktionstrainings und Selbstmanagement-Verfahren beziehen. Ein Hauptbehandlungsschwerpunkt ist aber die Einbeziehung der Eltern oder anderer Hauptbezugspersonen, mit denen gemeinsam erarbeitet wird, wie sie vermehrt positiv auf ihr Kind eingehen und die Beziehung verbessern können. Zudem erarbeiten wir, wie Eltern, Erzieher oder Lehrer auf die Verhaltensprobleme günstig reagieren und wie sie Grenzen setzen können. Dabei stehen Lob und natürliche Konsequenzen im Mittelpunkt. Mit dem Kindergarten oder der Schule wird nach Rücksprache mit den Eltern ebenfalls sehr intensiv gearbeitet, um spezielle Probleme in diesen Lebensbereichen zu vermindern. Zusätzlich sind häufig noch weitere verhaltenstherapeutische Methoden zur Behandlung anderer psychischer Probleme notwendig. Die pharmakologische Behandlung kann eine wichtige Rolle spielen und wird in Kooperation mit Ärzten durchgeführt.

 


 

Kinder-Ambulanz für Störungen des Sozialverhaltens

In der Kinder-Ambulanz für Störungen des Sozialverhaltens werden unter der Leitung von Daniela Perri (Dipl.-Päd., Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin) vor allem Kinder im Alter von 4-12 Jahren behandelt, die deutliche oppositionelle oder auch aggressive Verhaltensweisen zeigen. Daniela Perri ist im Rahmen dieser Ambulanz auch für die Anleitung von Psychotherapeuten im Praktikum (PiP) verantwortlich.

 

 

Problematik
Oppositionelle und aggressive Verhaltensstörungen treten bei Kindern häufig auf und haben unbehandelt oft einen chronischen Verlauf. Sie äußern sich z. B. in der ausgeprägten Verweigerung von Aufforderungen und Regeln von Erwachsenen, häufigem Streit mit anderen Kindern und können bis zu Verstößen gegenüber wichtigen gesellschaftlichen Regeln (z. B. Zerstörung oder Diebstahl von Eigentum) reichen. Viele dieser Kinder zeigen zusätzlich Hyperaktivität, Impulsivität und Aufmerksamkeitsstörungen sowie Schulleistungs- und emotionale Probleme.

Therapie
Die multimodale Verhaltenstherapie ist auf die individuellen Probleme und Bedürfnisse des Kindes sowie seiner Familie und weiterer sozialer Systeme (z. B. Schule) abgestimmt. Die Therapie wird auf der Grundlage des in unserem Hause entwickelten Therapieprogramms für Kinder mit aggressivem Verhalten (THAV) durchgeführt. Patientenzentrierte Interventionen bilden den Kern der Behandlung. Der Ansatzpunkt für die patientenzentrierten Interventionen sind Situationen, in denen das Kind ein aggressives Verhalten gegenüber anderen Menschen (besonders Gleichaltrigen) zeigt. Die Schwerpunkte liegen hierbei auf der Schulung der sozial-kognitiven Informationsverarbeitung, der Entwicklung und Stärkung von Impulskontrolle, dem sozialen Problemlöse- und Fertigkeitentraining und der Modifikation der Interaktionen. Darüber hinaus bezieht das Therapieprogramm auch intensiv familien- und schulzentrierte Interventionen mit ein, um spezielle Probleme in diesen Bereichen zu vermindern. Zusätzlich sind häufig noch weitere verhaltenstherapeutische Methoden zur Behandlung anderer psychischer Probleme notwendig. Die pharmakologische Behandlung kann in einigen Fällen eine Rolle spielen und wird in Kooperation mit Ärzten durchgeführt.

 



Schwerpunkt-Ambulanz für Angst-, Zwangs- und Tic-Störungen, Ambulanz für Traumafolgestörungen

 

goletz_hildegard_mfk_6648.JPGwoitecki_katrin_0963.jpgUnter der Leitung von Hildegard Goletz (Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin) werden in der Schwerpunktambulanz für Angst- und Zwangsstörungen Kinder und Jugendliche behandelt, die unter verschiedenen Formen von Ängsten oder Zwängen leiden. Dr. Katrin Woitecki (Dipl.-Psych., Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin), die auch eine Forschungsgruppe zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Tic-Störungen leitet, ist für unsere Schwerpunktambulanz für Tic-Störungen zuständig. Daniela Perri (Dipl.-Päd., Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin) leitet die Schwerpunktambulanz für Traumafolgestörungen. Hildegard Goletz, Katrin Woitecki und Daniela Perri sind im Rahmen dieser Ambulanz auch für die Anleitung von Psychotherapeuten im Praktikum (PiP) verantwortlich.

 

Problematik

Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen und umfassen, neben Phobien vor umschriebenen Objekten oder Situationen (z.B. Dunkelheit, Tiere, Spritzen), häufig auch komplexe Angststörungen, wie soziale Phobien (inklusive Leistungsängste), Trennungsängste, Panikstörungen, Ängste vor Kontrollverlust (Agoraphobie) oder allgemeine Ängstlichkeit (generalisierte Ängste).

Zwangsstörungen sind seltener und können sich auf ständig sich aufdrängende Zwangsgedanken (z.B. verseucht oder infiziert zu sein) und immer wieder ausgeführte Zwangshandlungen (z.B. Wasch-, Kontroll-, Wiederholungs- oder Ordnungszwänge) beziehen.

Tics sind plötzlich einschießende Zuckungen, meist im Bereich des Gesichtes, des Kopfes oder der Schultern oder auch Lautäußerungen (z.B. Räuspern), die nur schwer unterdrückt werden können.

Posttraumatische Belastungsstörungen können als Folge traumatischer Ereignisse wie körperliche oder sexualisierte Gewalt, Unfälle, Katastrophen etc. entstehen. Symptome wie ungewollt wiederkehrende belastende Erinnerungen an das Ereignis, Ängste, Schlafstörungen oder eine erhöhte Reizbarkeit können die Folge sein. Häufig werden Dinge vermieden, die an das belastende Ereignis erinnern.

Häufig treten neben diesen Störungen auch noch weitere Probleme auf, wie Depressivität, andere Angststörungen oder auch Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen.

 

Diagnostik

Die Diagnostik dient der Erfassung der einzelnen Störungen und der detaillierten Therapieplanung. Sie umfasst neben einer ausführlichen Exploration und Verhaltensbeobachtung der Patienten, der Eltern und der Erzieher / Lehrer eine umfassende psychologische Diagnostik mit testpsychologischen Verfahren und Fragebögen.

 

Therapie

Die multimodale Verhaltenstherapie ist auf die individuelle Symptomatik sowie weiterer Probleme und Bedürfnisse des Kindes / Jugendlichen, seiner Familie und weiterer sozialer Systeme (z.B. Kindergarten, Schule) abgestimmt.

Die Therapie bei Angststörungen bzw. Zwangsstörungen erfolgt auf der Basis des in unserem Hause entwickelten Therapieprogramms für Kinder und Jugendliche mit Angst- und Zwangsstörungen (THAZ). Kern der Behandlung von Ängsten und Zwängen sind neben kognitiven Verfahren die Expositionsbehandlung, bei der die Kinder und Jugendlichen darin unterstützt werden, die gefürchteten und bislang vermiedenen Situationen schrittweise aufzusuchen und durchzustehen. Die dabei erlebte Minderung von Angst oder bei Zwangsstörungen neben Ängsten auch anderer Emotionen, insbesondere Scham und Ekel, hat eine dauerhafte Reduktion der Ängste und Zwänge zur Folge. Die Bezugspersonen (insbesondere Eltern, gegebenenfalls auch Erzieher / Lehrer) werden ebenfalls intensiv in die Behandlung einbezogen. Eine medikamentöse Therapie kann, vor allem bei Zwangsstörungen, in Kooperation mit Ärzten ergänzend eingesetzt werden.

Die Behandlung von Tics wird auf der Grundlage des in unserem Hause entwickelten Therapieprogramms für Ticstörungen (THICS) durchgeführt und beinhaltet insbesondere Methoden zur Stressreduktion und zur sogenannten Reaktionsumkehr (habit reversal training). In die Therapie werden auch die Bezugspersonen (insbesondere Eltern, gegebenenfalls auch Erzieher / Lehrer) einbezogen. Zusätzlich kann eine medikamentöse Therapie in Kooperation mit Ärzten eingesetzt werden.

Bei der Behandlung von Traumfolgestörungen arbeiten wir nach dem kognitiv-behavioralen Therapieansatz, der neben psychoedukativen sowie stabilisierenden Behandlungsmerkmalen die Konfrontation mit traumarelevanten Reizen und die Veränderung unangemessener Gedanken und Überzeugungen zum Trauma beinhaltet.

 


 

Schwerpunkt-Ambulanz für Autismus-Spektrum-Störungen (ASS)

In der Ambulanz für Autismus-Spektrum-Störungen werden unter der Leitung von Frau Dipl.-Päd. Pamela Roland(Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in Ausbildung) vor allem Kinder und Jugendliche behandelt, die Auffälligkeiten im Bereich der sozialen Interaktion/ Kommunikation und stereotype, restriktive und repetitive Verhaltensweisen zeigen. Pamela Roland ist im Rahmen dieser Ambulanz auch für die Anleitung von Psychotherapeuten im Praktikum (PiP) verantwortlich.

 

Problematik
Die Erkrankungen des autistischen Spektrums haben in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dabei handelt es sich um ein komplexes und heterogenes Krankheitsbild. Obwohl wir heute wissen, dass die Autismus-Spektrum-Störungen in besonderem Maße neurobiologische und neuropychologische Ursachen zu haben scheinen, sind sie in erster Linie auf der Basis von Verhaltensmerkmalen definiert. Sie gehören der Gruppe der tiefgreifenden Entwicklungsstörungen an und sind durch folgende Kernsymptome gekennzeichnet: Qualitative Beeinträchtigungen in der wechselseitigen sozialen Interaktion und Kommunikation sowie eingeschränkte stereotype, sich wiederholende Verhaltensmuster und Interessen. In der Regel zeichnen sich die ASS durch einen frühen Beginn dieser Kernsymptome aus, der jedoch in Abhängigkeit der Ausprägung der Symptomatik und der vorhandenen protektiven Faktoren im sozialen Umfeld des Kindes variieren kann. Komorbid finden sich häufig Aufmerksamkeitsprobleme, zwanghafte Verhaltensmuster und insbesondere im Jugendlichenalter depressive Symptome als Folge einer mangelnden Selbstakzeptanz und einem mangelnden Verständnis der Gesellschaft für die Besonderheiten von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen.

Diagnostik
Die Diagnostik dient der Erfassung der oben beschriebenen Problembereiche und der detaillierten Therapieplanung. Im Rahmen des Diagnostikprozesses geht es um eine ausführliche Exploration und Verhaltensbeobachtung des Kindes oder Jugendlichen und seiner Bezugspersonen. Gleichzeitig werden in Abhängigkeit des Alters des Kindes oder Jugendlichen zum Beispiel Erzieher oder Lehrer in die Untersuchung einbezogen. Die umfassende psychologische Diagnostik erfolgt mittels standardisierter psychologischer Testverfahren und Fragebögen.

 

Therapie
Die multimodale Therapie der ASS ist auf die individuellen Ressourcen und Bedürfnisse des jeweiligen Kindes oder Jugendlichen und seiner Familie sowie weiterer involvierter sozialer Systeme (z.B. Schule) ausgerichtet. Dabei arbeiten wir grundsätzlich verhaltenstherapeutisch und kombinieren unterschiedliche therapeutische Elemente. Dies beinhaltet einerseits eine ausführliche Psychoedukation der Eltern. Grundlage hierfür ist ein Gruppentraining für Eltern von Kindern und Jugendlichen mit ASS (THAU), welches in unserem Hause entwickelt wurde und derzeit umfangreich evaluiert wird. Ziel ist es, die Eltern detailliert über ASS zu informieren und ihre Kompetenzen im Umgang mit dem Kind und dem Störungsbild zu stärken. Andererseits arbeiten wir intensiv mit dem Kind. Wir verwenden dabei Methoden zum Erwerb und zur Modifikation erwünschter bzw. unerwünschter Verhaltensweisen. Darüber hinaus kommen Verfahren zur Verbesserung der sozialen Wahrnehmung und zur Stärkung sozialer Kompetenzen (z.B.: Verbesserung des Verständnisses sozialer Situationen, adäquate Kontaktaufnahme zu Gleichaltrigen, Förderung eines grundlegenden Emotionsverständnisses, Sensibilisierung für die Gefühle anderer Menschen, angemessene Emotionsregulation) zum Einsatz. Selbstverständlich werden potenzielle assoziierte Störungen im Rahmen der Gesamtbehandlung mitberücksichtigt.

 

 


 

Schwerpunkt-Ambulanz für Jugendliche mit Selbstwert-, Leistungs- und Beziehungsstörungen

Unter der Leitung von Dr. rer. medic. Christiane Rademacher (Dipl. Psych., Psychologische Psychotherapeutin) und Priv.-Doz. Dr. rer. medic. Daniel Walter (Dipl. Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut) werden in dieser Schwerpunktambulanz Jugendliche behandelt, die an Selbstwertproblemen und Depressionen leiden, die Leistungsprobleme in der Schule oder am Arbeitsplatz aufweisen oder die deutliche Schwierigkeiten in ihren Beziehungen zu ihren Eltern, Lehrern oder Gleichaltrigen haben. Tanja Schreiter (Dipl.-Psych, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin) leitet im Rahmen dieser Ambulanz eine Forschungsgruppe zur Behandlung von Jugendlichen mit Selbstwert-, Aktivitäts- und Affektstörungen.

Problematik
Jugendliche mit psychischen Problemen leiden häufiger an einer komplexen Kombination von Selbstwert-, Leistungs- und Beziehungsproblemen – sie trauen sich selbst wenig zu, sind traurig oder zurückgezogen oder haben trotz angemessener Begabung Leistungsprobleme in der Schule. Schließlich haben viele Jugendliche Schwierigkeiten mit Gleichaltrigen, beispielsweise in Form von unangemessen starken Konflikten oder indem sie nur wenige Kontakte und kaum Freunde haben. Diese Schwierigkeiten können in Zusammenhang mit ausgeprägtem Medienkonsum stehen. Auch in ihrer Beziehung zu ihren Eltern und Lehrern kommt es häufig zu starken Auseinandersetzungen.

Diagnostik
Die Diagnostik dient der Erfassung der einzelnen Probleme des Jugendlichen in der Familie, in der Schule, im Gleichaltrigenbereich und in der Selbstwahrnehmung. Am Anfang steht ein zeitlich begrenztes Gesprächsangebot, in dem mit dem Jugendlichen zunächst erarbeitet wird, ob ein intensiveres Behandlungsangebot sinnvoll ist und in dem die Motivation zur Behandlung gestärkt wird. Hierbei sind die Wünsche und Vorstellungen des Jugendlichen von zentraler Bedeutung. Neben einer ausführlichen Exploration und Verhaltensbeobachtung des Patienten, der Eltern und, wenn sinnvoll der Lehrer des Patienten wird eine umfassende psychologische Diagnostik mit testpsychologischen Verfahren und Fragebögen durchgeführt.

Therapie
Die multimodale, störungsübergreifende kognitive Verhaltenstherapie ist auf die spezifischen Probleme, Ressourcen, Kompetenzen und Behandlungsziele des Jugendlichen, seiner Familie und weiterer sozialer Systeme (z. B. Schule) abgestimmt. Die Therapie wird auf der Grundlage des in unserem Hause entwickelten Therapieprogramms für Jugendliche mit Selbstwert-, Leistungs- und Beziehungsstörungen (SELBST) durchgeführt. Im Zentrum der Therapie steht der Jugendliche, mit dem im Zuge der Autonomieentwicklung daran gearbeitet wird, wie er selbst definierte Ziele erreichen kann (Selbstmanagement-Therapie). In der Regel werden weitere Bezugspersonen, beispielsweise die Eltern in die Therapie mit einbezogen. Lehrer werden bei Bedarf und nach Absprache mit dem Jugendlichen und seinen Eltern ebenfalls in die Behandlung integriert.

 

 


AKiP Köln
Ausbildungsinstitut für
Kinder- und JugendlichenPsychotherapie
an der Uniklinik Köln
Pohligstr. 9
50969 Köln

Ausbildung 0221 478-76814
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Ambulanz 0221 478-76766
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