Allgemeinambulanz

 

dachs_lydia_mfk_8658.jpgUnter der Leitung von Frau Dr. Lydia Dachs (Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin) werden in der Allgemeinambulanz alle Kinder und Jugendliche aufgenommen, die nicht einer der im Weiteren beschriebenen Schwerpunkt-Ambulanzen zugeordnet werden können. In der Allgemeinambulanz werden daher Kinder und Jugendliche mit sehr unterschiedlichen Störungsbildern behandelt.

 

 

Störungsbilder

  • Sauberkeitsstörungen: Kinder, die tagsüber oder auch nachts einnässen oder einkoten.
  • Bindungsstörungen: Kinder, die nicht die Möglichkeit hatten, in den ersten Lebensjahren stabile Bindungen aufzubauen und die deshalb in ihrem Bindungsverhalten sehr auffällig sind, beispielsweise sehr misstrauisch oder extrem anhänglich oder aber distanzlos in der Kontaktaufnahme.
  • Depressiven Störungen im Kindesalter: Kinder, die über einen längeren Zeitraum traurig, lustlos oder antriebsarm sind, ein geringes Selbstwertgefühl haben und/oder sich zunehmend aus verschiedenen sozialen Bereichen zurückziehen und nur noch wenigen bis keinen angenehmen Aktivitäten nachgehen. Jugendliche mit depressiver Symptomatik werden in der Schwerpunktambulanz für Jugendliche behandelt.
  • Anpassungsstörungen: Kinder und Jugendliche, die Schwierigkeiten in der Bewältigung kritischer Lebensereignisse haben (z.B. Scheidung der Eltern , schwere Erkrankung eines Elternteils, Tod naher Angehöriger).
  • Psychosomatische Störungen: Kinder und Jugendliche, die körperliche Beschwerden haben, ohne dass dafür eine organische Ursache erkennbar ist oder die aufgrund einer körperlichen Erkrankung zusätzlich psychosomatische Beschwerden entwickeln, beispielsweise Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit.
  • Essstörungen: Kinder und Jugendliche mit Übergewicht, Jugendliche mit Magersucht oder mit Bulimie (Ess-/Brechattacken).
  • Persönlichkeitsstörungen: Jugendliche mit beginnenden Persönlichkeitsstörungen, beispielsweise einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung. Diese Jugendlichen haben Schwierigkeiten damit, dauerhafte, tragfähige Beziehungen aufzubauen. Sie weisen häufig starke (oft unvorhersehbare, impulsive, als unkontrollierbar erlebte) emotionale Schwankungen auf, und neigen manchmal zu Selbstverletzungen.
  • Psychosen: Jugendliche mit ausgeprägten Störungen im formalen und/oder inhaltlichen Denken (z.B. Wahnvorstellungen), der Wahrnehmung (z.B. Halluzinationen) und der Affektivität (häufig verflachter Affekt).


Diagnostik

Nach einem Erstgespräch mit der Schwerpunktambulanzleiterin erfolgt die Zuweisung zum behandelnden Therapeuten, der nach einer ausführlichen Diagnostik und einer individuell auf das Kind bzw. den Jugendlichen abgestimmten Therapieplanung die multimodale Behandlung des Patienten übernimmt. Die Diagnostik dient der Erfassung der einzelnen Problembereiche und der detaillierten Therapieplanung. Sie umfasst neben einer ausführlichen Exploration des Patienten, der Eltern und ggf. der Erzieher / Lehrer des Patienten eine ausführliche psychologische Diagnostik, in der auch Fragebogenverfahren eingesetzt werden. Neben der störungsspezifischen Diagnostik werden auch vorhandene Ressourcen des Patienten sowie der Familie und ggf. des Umfeldes herausgearbeitet, die in der therapeutischen Arbeit genutzt werden können.

 

Therapie

Der multimodale verhaltenstherapeutische Ansatz berücksichtigt die störungsauslösenden und störungsaufrechterhaltenden Faktoren und fokussiert auf die individuellen Problembereiche des Kindes bzw. Jugendlichen unter Einbeziehung seines primären sozialen Bezugssystems. Vor dem Hintergrund der eingegrenzten Problembereiche und der daraus resultierenden Behandlungsschwerpunkte werden gemeinsam mit dem Patienten und der Familie die individuellen Therapieziele formuliert. Neben patientenzentrierten Interventionen werden auch familien- und schulzentrierte Interventionen eingesetzt, um die Verhaltens- oder emotionalen Probleme des Patienten im familiären oder außerhäuslichen Bereich zu reduzieren. In der Regel ist deshalb eine intensive Mitarbeit der Eltern und ggf. auch anderer Bezugspersonen notwendig. Wenn eine pharmakologische Begleitbehandlung im Einzelfall erforderlich ist, kann diese in der kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanz oder in Kooperation mit niedergelassenen Ärzten durchgeführt werden.

AKiP Köln
Ausbildungsinstitut für
Kinder- und JugendlichenPsychotherapie
an der Uniklinik Köln
Pohlig-Str. 9
50969 Köln

Ausbildung 0221 478-76814
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Ambulanz 0221 478-76812
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